Bereits 1985 bei meiner Geburt wurde mir die Heimatverbundenheit mit in die Wiege gelegt: Während ich auf die Welt kam, wurde auf dem Hof meiner Eltern ein Silo betoniert. Darum musste der väterliche Besuch im Krankenhaus schnell gehen. Ein Nachbar und Helfer „klaute“ also schnell aus den nebenan liegenden Gärten ein paar Blumen und schickte meinen Vater los. Für den wurde ich im Übrigen gleich teuer, denn er nahm es in der Hektik nicht ganz so genau mit dem Tempo und wurde bei dieser Fahrt gleich geblitzt und zur Kasse gebeten. 🙂

Mein erster Glückwunsch war also ein heimischer Strauß Blumen, der im September sicherlich optisch keine Pracht mehr war. Und dennoch bleibt allen dieses Ereignis sicherlich im Kopf. So auch mir, denn meine Verbundenheit zu Wittershausen hat sich nie wirklich gelöst.

Kindheit und Jugend

In den nächsten 18 Jahre durfte ich hier aufwachsen und hatte eine wirklich schöne und unbeschwerte Kindheit. Durch den Beruf meines Vaters Engelbert Bahn im Forst kannte ich damals wie heute die meisten Flur- und Waldstücke unserer Marktgemeinde. Ich erinnere mich gerne an abenteuerliche Stunden an der Deistelbach oder dem Oehrbachtal zurück. Ebenso glaube ich, es meinem Vater zu verdanken, dass ich das örtliche Gemeinschaftsleben sehr hoch schätze.

Als Jugendlicher hätte es ebenfalls kaum ein besseres Leben geben können als bei uns. Der Bauwagen in Wittershausen stand stets auf dem Programm und dank einiger Ferien- und Nebenjobs hat das Geld auch immer für Feste und Beatabende in der Region gereicht.

Berufsleben

Mit knapp 18 ging es dann ab nach Würzburg. Dort absolvierte ich zunächst im Maritim Hotel meine Ausbildung zum Hotelfachmann. Gleich darauf leistete ich Zivildienst bei der Akademie für politische Bildung in der Frankenwarte Würzburg. Und manchmal gibt einem das Schicksal den richtigen Wink: Für das Beamten-Auswahlverfahren gab es einen Tag frei. Das galt es als Zivi freilich zu nutzen! 😉
Nicht viel später hatte ich es unvorbereitet auf Platz 224 von über 7.000 Bewerbern geschafft und sollte beim Gericht in Bamberg beschäftigt werden. Nachdem mir das nicht gefiel (insbesondere wollte ich nicht nach Bamberg), gab es die Möglichkeit eine Ausbildung am Finanzamt Würzburg zu beginnen.

Ab September 2007 ging es dann los mit der Ausbildung zum Finanzwirt in Würzburg und Ansbach. Das war von Anfang an ein Volltreffer. Ich habe am Umgang mit Gesetzen und betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen sofort Begeisterung gefangen. Das war auch der Grund, warum anschließend von 2012 bis 2015 neben meiner Arbeit im Finanzamt Würzburg ein wirtschaftsjuristisches Studium abgelegt habe und mit dem Bachelor of Laws abgeschlossen habe.

Ab 2015 ging es dann näher Richtung Heimat und in den lange ersehnten Außendienst beim Finanzamt Schweinfurt. Die Arbeit in der Außenprüfung hat mir wirklich Spaß gemacht. Die Mischung aus Rechtsanwendung in der Praxis und dem direkten Kontakt mit den „Kunden“ bringt auch ein großes Maß an Persönlichkeitsentwicklung.

Nachdem ich bereits einen Namen in der Fachwelt im Bereich „Kommune & Steuern“ hatte, habe ich mich dann im Herbst 2019 einer weiteren Veränderung gestellt: Mit dem Wechsel zur Stadt Bad Kissingen verantworte ich die dortigen Steuerangelegenheiten der Stadt und fühle mich in der Aufgabe und dem Team sehr wohl.

Privates

Mit der Ausbildung ging es auch in eine Wohnung nach Würzburg. Von 2003 bis 2010 habe ich dort nicht nur meine Frau kennengelernt und geheiratet, sondern auch das Stadtleben genossen. Aber irgendwann zieht es einen eben doch zurück…

2010 haben wir ein Haus in Wittershausen gekauft und meine Frau hat nach ihrer Meisterausbildung darin einen Friseurladen eröffnet. Drei Jahre später kam dann mit Rafael unser erster Sohn zur Welt und 2016 ergänzte Nicolas unsere Familie.

Politisches Engagement

Politisch interessiert war ich schon immer. Für die Kommunalwahl 2014 war mir eine Kandidatur jedoch unmöglich. Ich pendelte täglich nach Würzburg und wir hatten einen kleinen Fratz im Haus. Da wurde die Zeit oftmals knapp, insbesondere für meine Frau, die ja noch ihren Laden betrieb.

Nachdem mir unsere Marktgemeinde am Herzen liegt, habe ich mich dann 2017 definitiv entschieden, mich künftig auch aktiv in die Gemeindepolitik einbringen zu wollen. Um die mir fehlende öffentliche Diskussion und Information über lokalpolitische Themen und Projekte nach vorne zu bringen, habe ich mich mit meiner Webseite an die Öffentlichkeit gewagt. Das offensichtlich mit Erfolg, denn über 90.000 Seitenaufrufe und einer festen Leserschaft kann ich über mangelndes Interesse nicht klagen.

Mit der Nominierung direkt hinter die beiden aktuellen Mitglieder des Gemeinderats für die FWG Wittershausen, konnte ich auch einen guten Listenplatz für die kommende Wahl erreichen und freue mich auch über drei Stimmen von Ihnen/Dir!

Viele Grüße aus Wittershausen
Daniel Bahn

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