Natürlich will ich mich dem Wohl und der Weiterentwicklung aller acht Ortsteile der Marktgemeinde widmen. Gemeinderatsarbeit ist Teamarbeit und dort will ich mich engagiert einfügen. Das beinhaltet die Teilhabe an allen Projekten im Gemeinderat und die ernsthafte Auseinandersetzung mit aktuellen Themen.

Weiterhin werde ich die Rechte als Mitglied des Gemeinderats nutzen. So will ich entsprechende Themen aktiv aufrufen und auf die Tagesordnung setzen. Für folgende Bereiche will ich mich dabei besonders engagieren:

1. Bauland- und Familienpolitik

Bereits bei der Baulandentwicklung müssen wir in Zukunft noch stärker ansetzen, denn es gibt für unsere Marktgemeinde, insbesondere in den Ortsteilen Oberthulba und Thulba, eine große Nachfrage. Diese kann zur Zeit nicht immer gedeckt werden. Wir stehen hier mit den Gemeinden ringsum in Konkurrenz und sind daher zum Handeln gezwungen.

Gewerbe, Vereine und das soziale Zusammenleben basieren auf einer konstanten Mischung verschiedener Generationen. Das können wir nur aufrecht erhalten, wenn junge Familien die Chance haben, hier zu leben.

Im Bereich der Kindergärten sind wir großteils gut aufgestellt. Dennoch sollten wir uns hier nicht mit langen Wartelisten bei der Kleinkindbetreuung zufrieden geben. Es gilt hier weiterhin zu investieren und ggf. zu erweitern.

Für den Fortbestand unserer Grund- und Mittelschule Thulbatal will ich mich einsetzen, auch wenn es im Bereich der Mittelschule wegen der geringen Schülerzahl schwierig wird. Vor allem das Mittagessen aus der eigenen Küche soll bestehen bleiben.
Im Bereich der Mittags- und Ferienbetreuung will ich nach möglichen Alternativen suchen, die die betroffenen Eltern auch ansprechen.

Jugendarbeit bedeutet für mich Freiräume und Angebote schaffen. In funktionierende Bereiche sehe ich keine Notwendigkeit einzugreifen. Die Gemeindejugendarbeit muss sich auf Bereiche konzentrieren, in denen es Bedarf gibt. Insbesondere sollte die Jugendarbeit auf eine stärkere Beteiligung der jungen Menschen setzen und ihre Verantwortung in Gesellschaft und Politik herausstellen.

2. Information und Kommunikation

Die Information und Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger liegt mir am Herzen. Nur durch gezielte Einbindung der Bevölkerung können viele Maßnahmen begriffen und befürwortet werden. Der Gemeinderat darf kein „Geheimrat“ sein, sondern muss bewusst und eindeutig informieren.

Die Digitalisierung ist dabei ein wichtiges Werkzeug, ersetzt aber nicht den persönlichen Kontakt. Die Potenziale der Vernetzung sollten genutzt werden. So ist es heute einfach denn je, Bürger tiefgehend zu informieren. Das Bürgerinformationsportal gilt es hier auszubauen. Ich möchte die Diskussion anstoßen und konkrete Beispiele aufzeigen, was alles möglich ist.

Zudem will ich mich bei Baumaßnahmen an öffentlichen Gebäuden für eine zeitgemäße Vernetzung und öffentliches WLAN einsetzen. Dies sollte im 21. Jahrhundert so selbstverständlich wie ein Strom- und Wasseranschluss sein.

3. Mobilität und Zusammenarbeit

Mit der Schließung der Bäckerei Straub, die auch einige Ortsteile wie Wittershausen mobil belieferte, wurden mir die Probleme der Mobilität deutlich. Für viele ist damit selbst die Chance, eine Zeitung oder ein Brötchen zu Fuß zu kaufen, weggefallen. Ich sehe in der geplanten Bereitstellung eines 9-Sitzers im Rahmen des Carsharing eine gute Möglichkeit für eine Art „Bürgerbus“. Als Mitglied des Gemeinderats würde ich mich hierfür gerne einsetzen.

In diesem Rahmen wird deutlich, dass die Ortsteile künftig näher zusammenrücken müssen. Das bedeutet nicht, die Identität und den Charakter der einzelnen Dörfer zu untergraben. Vielmehr sind wir bei Gemeinschaftsaufgaben wie der Feuerwehr und im Vereinsleben aufeinander angewiesen und können voneinander profitieren.

0