Der Coronavirus hat so manch einen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt. Viele sitzen zuhause und die Medien sind in dieser Zeit wichtiger denn je geworden. Nicht nur zur Unterhaltung, vor allem zur Information und Aufrechterhaltung des Arbeits- und Schullebens. Das sorgt auch dafür, dass man so manch eine überzogene Datenschutz-Anforderung der jüngeren Vergangenheit überdenken muss.

Kommunen und soziale Medien

Hier klaffte zuletzt die Wirklichkeit auseinander. Manches Rathaus hat soziale Kanäle schlicht verteufelt, andere haben diese rege genutzt, um mit den Bürgern in Kontakt zu treten. Einige Datenschutzbeauftragte forderten den sofortigen Ausstieg bei Facebook und co., Alternativen nannten sie keine. Auch am Bundesjustizministerium wollte man sich mit der Sache beschäftigen, eine Veröffentlichung zum Ergebnis lässt sich aktuell nicht finden.

Die stärksten Nutzer der sozialen Medien waren zuletzt mitunter der Freistaat Bayern selbst, die einzelnen Ministerien sowie praktisch alle Feuerwehr- und Polizeidienststellen. Lokal ist vor allem das Landratsamt Bad Kissingen zu nennen, das auf vorbildliche Weise bereits vor der aktuellen Krise informierte und kommunizierte. Richtig gemausert hat sich Bad Bocklet, das nun neben Facebook auch Instagram massiv nutzt.

Während der Krise

Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig schnelle und interaktive Kommunikation sein kann. Mit den täglichen Infos aus dem Katastrophenschutz informiert der Landkreis Bad Kissingen schnell und direkt über die aktuelle Lage. Auch der Freistaat Bayern zeigt in vielen Livekonferenzen, Infobriefen, etc. jeden Tag die Fakten und die nötigen Maßnahmen auf.

Große Teile der innerbehördlichen Kommunikation müssen nun ebenfalls in die virtuelle Welt verschoben werden. Da musste sich sogar der Bayerische Datenschutzbeauftragte der Wirklichkeit beugen und hat seine Akzeptanz entsprechend angepasst.

Medien des Marktes Oberthulba

Was die sozialen Kanäle betrifft, hat sich nichts geändert: Der Markt Oberthulba schließt bis zuletzt die Nutzung dieser Medien aus. Vorbildlich in der Kriese zeigt man sich unterdessen auf der Webseite: Hier gibt es eine Rubrik zu Corona, die wirklich fortlaufend gefüttert wird. Leider ist die Reichweite einer Internetseite allein in der Praxis minimal.

Chancen und Risiken abwägen

Am 01.05.2020 beginnt die Amtsperiode des neuen Bürgermeisters Mario Götz und des neuen Gemeinderats. Hier haben es mit mir weitere junge Menschen in das Gremium geschafft und man wird sich zu gegebener Zeit über die künftige Ausrichtung der Marktgemeinde in Sachen Mediennutzung Gedanken machen müssen.

Über die Möglichkeiten und Unsicherheiten wurde in der Vergangenheit schon sehr viel diskutiert. Mit der Krise ist für mich klar, dass die direkte Information und Kommunikation deutlich wichtiger geworden ist. Vor allem kann man sich damit einem Problem stellen: Dem sogenannten „Dark-Social“, also geschlossenen Gruppen bei Facebook und WhatsApp. Hier werden regelmäßig Fake-News (meist unwissentlich) verbreitet. Einziges wirksames Mittel dagegen ist die seriöse behördliche Information.

Auch meine Aktivität kann freilich einen behördlichen Kanal nicht ersetzen. Es ist eben nicht „amtlich“ sondern privat, auch wenn ich viel Lob und Anerkennung für diese Leistung erhalte. Wie es hier nach der konstituierenden Gemeinderatssitzung im Mai weitergeht, darum mache ich mir aktuell bereits Gedanken. Dabei gilt mein Versprechen: Ich werde mich um eine transparente Bürgerinformation kümmern!

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