Zum dritten Mal in Folge wird es im Markt Oberthulba die Wahl des Bürgermeisters mit nur einem Kandidaten geben. Für diese Fälle sieht das bayerische Wahlrecht eine sogenannte „wilde Wahl“ vor. Die Möglichkeiten bei dieser Wahl will ich im Folgenden neutral darstellen.

Vorschlag wählen

Das Einfachste und Verständlichste, was man tun kann, ist einfach dem vorgeschlagenen Kandidaten (Mario Götz, CSU/FWG Oberthulba) seine Stimme zu geben. Das kann man durch jegliche Kenntlichmachung des Vorschlags tun, am besten natürlich mit einem Kreuz in das vorgesehen Feld.

Neuen Vorschlag machen

Die Besonderheit bei keinem oder nur einem Kandidaten ist, dass der Wähler selbst eine andere Person vorschlagen darf. Dazu füllt man das freie Feld mit dem entsprechenden Namen aus:

Wörtlich heißt es im Gesetz dazu: „Eine andere wählbare Person kann sie dadurch wählen, dass sie diese in eindeutig bezeichnender Weise auf dem Stimmzettel handschriftlich einträgt.“ Es reicht also der Name in der Regel nicht aus. Man muss ein weiteres deutliches Merkmal ergänzen, etwa den Wohnort oder Beruf. (Bsp.: „Mustermann, Max, Hetzlos, selbständig“)

Wählbar ist hierbei grundsätzlich jeder volljährige Deutsche. Sinn machen jedoch nur Vorschläge aus der Region.

Nichts machen

Wer einen leeren Stimmzettel abgibt, schafft eine ungültige Stimme. Das ist ziemlicher Unsinn, denn die werden bereits vor der Auszählung aussortiert. Man sollte schon einen Kandidaten wählen.

Auch ungültig sind natürlich Zettel, auf denen sowohl der Kandidat angekreuzt ist als auch ein weiterer Name eingetragen wurde.

Landratswahl

Bei der Wahl des Landrats verhält sich das übrigens anders. Hier stehen bereits mehrere Personen auf dem Wahlzettel, daher ist ein Hinzufügen eines anderen Vorschlags unzulässig. Man muss also sein Kreuz an einen der Drei vergeben.

Fazit

Freilich haben wir auch diesmal keine Wahl, wie man es sich vorstellt. Man sollte aber zunächst einmal anerkennen, dass es einen Bewerber gibt. Allein das ist bereits ein Grund ihn auch zu wählen, schließlich hat sich kein anderer zu diesem Amt bekannt. Aber selbst Mario Götz hätte sich nach eigener Aussage einen Gegenkandidaten gewünscht. Durch eine hohe Wahlbeteiligung kann man aber auch hier zumindest den Rückhalt bei den Bürgerinnen und Bürgern zeigen.

Für die Bekanntmachung des Ergebnisses sehen die Ausführungen zum Wahlrecht vor, dass handschriftliche Einträge in einer Summe als „Sonstige“ abgebildet werden dürfen. Sind allerdings nur wenige abweichende Vorschläge oder insbesondere Vorschläge mit einer hohen Stimmenzahl eingegangen sollen die Namen entsprechend auch in der Ergebnismitteilung bekannt gemacht werden.

Auch ein Einzelkandidat muss und will gewählt werden.

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