Gestern durfte der #Gemeinderat selbst spüren, wie selbstverständlich ein Internetzugang heute ist: In der Diskussion um die #Thulbatalhalle hätte man gerne auf den Bayern-Atlas zugegriffen. Das ging aber nicht, denn der Laptop im Sitzungssaal hatte keinen Zugang. Vielleicht ein Anstoß für den künftigen Gemeinderat und natürlich den Bürgermeister über WLAN in öffentlichen Einrichtungen nachzudenken.

Thulbatalhalle

Nachdem gestern die Gäste auf den letzten Punkt der Tagesordnung warten mussten, ziehe ich ihn hier vor.

Für die Thulbatalhalle soll es nun nochmals eine komplette Neuplanung geben. Wie sich aus Gesprächen, insbesondere mit den Vereinsvertretern ergab, ist ein Veranstaltungsbetrieb in der geplanten Größenordnung ehrenamtlich nicht mehr zu stemmen. Daher sieht der Vorschlag nun vor, die Halle selbst unverändert zu sanieren, aber nicht zu einer Versammlungsstätte auszubauen.

Daneben soll ein abtrennbarer Gymnastikraum im jetzigen Sportheim entstehen und dieses in Richtung Parkplatz verlängert werden. Mit einem Platzangebot für etwa 120 Personen will man dort eine Art barrierefreies „Bürgerhaus“ schaffen. Das Schützenhaus soll bis in den Hang verlängert werden und so auch die für die Bogenschützen gefährliche Durchquerung beseitigt werden.

Die Skizzen und Vorstellungen gehen nun erneut in das Planungsbüro, aber auch über die Hangabsicherung müsse man sich Gedanken machen. Zudem kam das Problem der Lärmbelästigung zur Sprache, auch ein Betroffener selbst kam zu Wort: „Ich habe nichts gegen den Sport, aber der Krach dort mitten in der Nacht ist nicht hinzunehmen!“ Bürgermeister Gotthard Schlereth zeigte hier volles Verständnis und empfahl im Zweifel nicht nur eine Anzeige bei der Gemeinde, sondern gleich die Polizei zu informieren.

Die Beteiligten aus #Thulba lobten die gute Zusammenarbeit bei der Planung und seien froh, noch rechtzeitig die „Notbremse“ für eine überdimensionierte Gestaltung gezogen zu haben. Die neuen Ideen sollten zu niedrigeren Kosten als die 2,5 Mio. € aus der letzten Planung führen.

Wenn Statiker und Planer die Entwürfe fertig haben, soll es eine außergewöhnliche #Bürgerversammlung dazu geben.

Anmerkung:

Die Sache läuft seit 2013, also nunmehr sechs Jahre. Nichtsdestotrotz sollte man die jetzige Kehrtwende neutral überdenken: Die derzeit Verantwortlichen haben erkannt, vielleicht auch erst angesichts der immensen Kosten, dass man hier einen riesigen Veranstaltungsort schafft, der auch bewirtschaftet werden müsste. Dass das mittlerweile nicht (mehr) mit immer den selben Leuten aus den Vereinen zu stemmen ist, zeigt sich deutlich in fast jedem Ort. Die Planung auf die Bedürfnisse zu reduzieren ist daher sinnvoll.

Auch die geplante Größenordnung für das Sportheim bietet sich wohl eher für die Bürger an. Eine Halle für einen Geburtstag zu mieten ist eben doch oft zu groß. Eine Gelegenheit mit rund 100 Plätzen ist da schon eher geeignet für Geburtstage, Kommunion und dergleichen. Das ganze noch ebenerdig und mit Parkmöglichkeit macht es für Thulba attraktiv, denn ich wüsste hier bisher keine vergleichbare Räumlichkeit.

Jetzt sollte man aber auch wirklich dranbleiben! Weder wird der Zustand der Halle besser, noch werden die Kosten für die Sanierung und den Umbau sinken, wenn man noch länger zuwartet. Der Vorschlag von Daniela Spahn, die Arbeit des Architekten abzuwarten und dann unmittelbar eine Bürgerversammlung in Thulba abzuhalten, ist sinnvoll.

Carsharing

Der Vertrag mit mikar wurde nochmals in nichtöffentlicher Sitzung besprochen und einige Details ausgebessert. Es soll nun zu einem Abschluss kommen und die Bauverwaltung wird die Führerscheinprüfung übernehmen. Der Standort soll in der Raiffeisenstraße in #Oberthulba sein, wenn ich das Bild richtig erkannt habe:

Die #Allianz Kissinger Bogen will eine der Hauptflächen auf dem Kfz für Werbung buchen und auch der Markt Oberthulba will sein Wappen anbringen. Fördermöglichkeiten werden aktuell noch geklärt.

Anmerkung:

Die Idee ist nicht schlecht und das Kostenrisiko liegt beim Anbieter. Gut, dass man sich dafür entschieden hat. Dass man einen Stellplatz entbehren muss, ist ein notwendiges „Übel“, das aber insbesondere angesichts der Planungen hinsichtlich der Umgestaltung der Straße Am Spielplatz sicherlich hinnehmbar ist.

Das Fahrzeug bietet vor allem auch Vereinen dann neue Möglichkeiten und wird seine Nutzer finden. Nach der Schließung der Bäckerei Straub kam eine Mitbürgerin auf mich (und wohl auch auf den Gemeinderat) zu und suchte nach einer Möglichkeit den Wegfall der Belieferung der Ortsteile zu kompensieren. Dabei waren Mitfahrerbänke im Gespräch. Leider wurde die Idee nicht weiterverfolgt. Sofern ich bei der #Wahl2020 einen Platz im Marktgemeinderat erhalte und das Auto tatsächlich kommt, will ich mich im Bereich #Mobilität hier für eine Lösung einsetzen. Konkrete Pläne habe ich noch nicht, allerdings kann ich mir eine Art #Bürgerbus vorstellen, der durch das #Carsharing ohne große Investition möglich werden könnte.

Vergaben

Für den #Kindergarten Thulba wurden zwei Gewerke vergeben:

  • Tischlerarbeiten Sanitärtrennwände
    Vier Firmen wurden angeschrieben, drei Angebote sind eingegangen.
    Die Vergabe erfolgte an die Fa. Georg Melchior aus Bergtheim für 4.748 € (2.094 € unter der Planung).
  • Brandschutzschiebetor
    Acht Firmen angeschrieben, drei Angebote sind eingegangen.
    Die Vergabe erfolgte an die Fa. Eyrich Türen + Tore GmbH aus Oberthulba für 5.960 € (1.774 € unter der Planung).

Weiterhin wurde in Sachen Schlosserarbeiten die Verwaltung für die Vergabe bevollmächtigt, da aus Zeitgründen sonst die geplante Eröffnung zu Fasching 2020 in Gefahr kommt. (Anm.: Nachdem der Punkt nicht auf der Tagesordnung war, erfolgte die Bevollmächtigung ohne Abstimmung. Ein „interessantes“ Konstrukt, aber hier geht es ja um das Ergebnis und das passt.)

Entwässerung GE-/GI-Gebiet Reith

Das Büro BaurConsult wurde beauftragt eine hydraulische Kanalnetzberechnung für den Bereich des Gewerbegebiets #Reith durchzuführen. Nachdem es hier komplexe Sachverhalte zu lösen gilt, erfolgt der Auftrag auf Stundenbasis zu marktüblichen Sätzen (die dem Marktgemeinderat vorlagen). Der Stundenansatz beträgt ca. 50 – 100 h je Ingenieur/Techniker/Zeichner.

Insbesondere wegen der Starkregenereignisse wurden Details im Gremium diskutiert und die Kostenverrechnung angesprochen. Hier gibt es laut Bürgermeister noch zu viele Schnittstellen zu klären, um eine verlässliche Aussage zu machen, welche Kosten auf die Allgemeinheit und welche auf die Fa. ACO entfallen.

Sonstiges

Die Geschäftsleiterin Nicole Wehner wurde zur Gemeindewahlleiterin bestimmt, ihre Vertretung übernimmt Irina Fehr.

Für eine Kooperation mit dem Naturerlebniszentrum gibt es derzeit Gespräche mit dem Umweltministerium und das dort eingereichte Konzept der Marktgemeinde wurde positiv aufgenommen. Allerdings sei die Sache „noch nicht griffig für Außenstehende“, so Bürgermeister Schlereth. Informationen sollen folgen.

Für die Weihnachtsbäume sind nun drei große Bäume für die Ortsplätze vorhanden, weitere drei kleinere Bäume stehen etwa für Kirchen zur Verfügung und es gibt auch drei Bäume für Wedelschmuck. Damit werden für die Dorfplätze noch fünf Bäume aus dem Gemeindewald entnommen. Die Kirchen und Vereine konnten ihren Bedarf um fünf Bäume reduzieren.

Wegen Problemen mit dem Feuerwerk zu Silvester im Vorjahr soll auf die nächste Tagesordnung diese Thematik gesetzt werden. Auch ein Verbot für bestimmte Plätze sei dabei denkbar.

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