Die Freileitung P43 wird vom Landratsamt und den Bürgerinitiativen weiterhin kritisch gesehen. Dass das Thema ernst ist und unsere Heimat konkret betrifft, macht die erneute Stellungnahme des Landratsamts klar. Die Unterschriftenaktion läuft noch bis Ende Oktober, wer keine Zeit oder Lust hat ins Rathaus oder Landratsamt zu gehen, kann die Liste auch zuhause unterschreiben. Hier downloaden und danach einfach einscannen oder abfotografieren und an pressestelle@kg.de mailen.

Bedarf unklar

Nur die Wenigsten werden sich in Zeiten von Klimawandel und Energiewende gegen eine notwendige Trasse wenden. Allerdings ist genau diese Notwendigkeit in den vorliegenden Planungen nicht erkennbar:

Die vorläufige Prüfung der Bundesnetzagentur geht von einer ungleichgewichtigen Verteilung der Erzeugungskapazität der Offshore-Windenergie in Nord- und Ostsee aus. Damit steht unter anderem die Begründung des Bedarfs für die P 43 in Frage. Weiterhin wäre es aus Sicht des Landkreises sinnvoller, den zusätzlichen Strom mit einem Endpunkt in einem Ballungsgebiet gleich dorthin zu führen, wo er benötigt wird.

https://www.landkreis-badkissingen.de/buerger–politik/aktuelle-meldungen/9955.Landkreis-Bad-Kissingen-nimmt-Stellung-im-Konsultationsverfahren-zum-Netzentwicklungsplan-Strom-2030.html

Erdverkabelung unmöglich

„Die von Bundes- und Landespolitik in Aussicht gestellte umfangreiche Erdverkabelung von P 43 lässt sich auf der gegenwärtigen gesetzlichen Grundlage und den technischen Standards nicht realisieren“, erklärt Bold. Bislang ist es – anders als bei der Gleichstromleitung SuedLink – nicht möglich, eine Wechselstromleitung über eine solch lange Distanz unterirdisch zu verlegen. „Deshalb müssen die Bürgerinnen und Bürger davon ausgehen, dass für den Neubau einer 380-kV-Doppelleitung eine neue Trasse als Freileitung nötig ist. Dies wäre mit einem massiven Eingriff in Natur und Landschaft im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön verbunden. Diese Durchschneidung unseres Landschafts- und Lebensraums durch eine Freileitung – deren Notwendigkeit nicht nachgewiesen ist – wäre nicht nachvollziehbar; weder für mich als Landrat, noch für die Kreisräte und Kreisrätinnen oder die betroffenen Kommunen und vor allem nicht für die Bürgerinnen und Bürger, die die Trasse vor die Haustür bekommen“, fasst Landrat Bold die Stellungahme zusammen.

https://www.landkreis-badkissingen.de/buerger–politik/aktuelle-meldungen/9955.Landkreis-Bad-Kissingen-nimmt-Stellung-im-Konsultationsverfahren-zum-Netzentwicklungsplan-Strom-2030.html

Ehrlicherweise muss man zugeben, dass es durchaus bereits Pilotprojekte im Bereich der Erdverkabelung mit 380 kV Wechselstrom gibt und diese Möglichkeit somit nicht grundsätzlich ausgeschlossen bleibt. Allerdings ist das bei Wechselstrom (im Gegensatz zu SuedLink mit Gleichstrom) tatsächlich mit einigen Problemen verbunden.

Informationen zur Verkabelung und den Vor- und Nachteilen gibt es hier:

Verlauf durch Markt Oberthulba

Den geplanten Trassenverlauf habe ich bereits dargestellt. Es ist demnach sehr wahrscheinlich, dass mehrere Ortsteile unserer Marktgemeinde von der Leitung betroffen sind. Daran würde wohl auch eine Erdverkabelung nichts ändern.

Wer bei dem Thema auf dem Laufenden bleiben möchte, findet nun auch auf der Seite des Landratsamts eine eigene Rubrik, in der alle Informationen rund um das Thema gesammelt werden. Natürlich bleibe auch ich an der Sache dran.

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