Bei der #Sitzung des Marktgemeinderats ging es um einige wichtige Themen für unsere Heimatgemeinde. Insbesondere der Punkt #Carsharing wird den #Gemeinderat noch einmal beschäftigen.

Brennholzpreise

Die gemeindlichen Brennholzpreise bleiben auch für diese Saison stabil bei den Vorjahreswerten:

  • Polterholz: 53 €/fm für Hartholz, 35 €/fm für Weichholz
  • Losholz: 15 €/Ster für Hartholz, 8 €/Ster für Weichholz, 5 €/Ster für Prügelholz

Revierförster Christoph Uffelmann sieht beim Nadelholz wegen des derzeit schlechten Absatzmarktes sogar eine Tendenz nach unten und hält eine Spanne von 30 – 35 €/fm für angemessen. Der Gemeinderat bestätigt die Preise aus dem Vorjahr einstimmig.

Flächen-Photovoltaik

Herr Friedewold und Frau Blome stellten kurz die Tätigkeit der e.on Bayern im Bereich Flächenphotovoltaik vor und versuchen derzeit im Gewerbegebiet Schlimpfhofer Straße geeignete Flächen und an der Direktvermarktung interessierte Firmenkunden zu finden. Die Errichtung sei in unserem Bereich als „benachteiligte Gebiete der Landwirtschaft“ möglich.

Vorteile seien die verbesserte Biodiversität, die auch den Flächenverbrauch der Anlage ausgleiche, und die in der Gemeinde verbleibende Grund- und Gewerbesteuer.

Auf Nachfrage von Bürgermeister Gotthard Schlereth erklärten die beiden, dass für die Finanzierung verschiedene Varianten zur Verfügung stünden: Auch eine Beteiligung der Bürger ist denkbar. Die Erfahrungen zeigen aber, dass hier oft nur wenige investieren wollen. Die Gesellschaft kann freilich auch alleine investieren.
Jürgen Kolb fragte nach der Gefahr einer Pleite. Diese Bedenken räumten die Vertreter mit Hinweis auf die Unternehmensgröße und die Langfristigkeit der Verträge aus. Ihnen sei bisher kein Fall der Pleite bekannt. Der Rückbau der Anlage sei zudem über eine Bürgschaft gesichert.

Die Gemeindeverwaltung will nun auf die Grundstückseigentümer zugehen.

Anmerkung:

Wer Energiewende und dezentrale Versorgung statt Stromtrassen will, muss auch bereit sein, solche Anlagen zu akzeptieren. Das Vorgehen und die Darstellung von e.on sind professionell. Auch wenn zuletzt Thomas Cook gezeigt hat, dass auch Großkonzerne vor Pleiten nicht schützen, kann man hier wohl am sichersten sein, dass es dauerhaft funktionieren wird.

Die Fläche ist zwar tatsächlich erst einmal verbraucht, kann aber bei sinnvoller Begrünung sicherlich im Zeichen des Insekten- und Kleintierschutzes genutzt werden.

Vergaben Kita Thulba

Einstimmig beschlossen hat der Gemeinderat die Vergabe der Leistungen im Bereich Garten- und Landschaftsbau für die Kindertagesstätte #Thulba an die Firma Friedrich aus Langendorf für 256.356 €. Damit bleibt der Bereich rund 9.700 € unter der Planung.

Das Gewerk umfasst alle Außenarbeiten abseits der Straße. Nicht eingebunden sind dabei die Einfriedungen des Geländes.

Carsharing

Wegen der Einladung zur zeitgleich stattfindenden Gemeinderatssitzung in Nüdlingen kamen die beiden Vertreterinnen von mikar Carsharing deutlich verspätet und stellten ihre Pläne vor:

Mit einem Neunsitzer (geplant Renault Master) will die Firma den ländlichen Raum ausstatten. Die Finanzierung des Autos erfolgt über ein Sponsoring Vorhaben mit den lokalen Firmen. Diese finanzieren durch ihre Werbung das Fahrzeug und sollen zugleich den Bekanntheitsgrad und die Nutzung des Angebots fördern.

Quelle: https://mikar.de/fuer-carsharing-partner/das-mikar-partner-prinzip/

Die Gemeinde stellt dafür einen zentralen Abstellplatz zur Verfügung und kümmert sich bei den Erstnutzern um die Überprüfung der gültigen Fahrerlaubnis. Nutzen kann das Kfz dann jeder Fahrberechtigte zu einem Tagestarif von 39,90 € bzw. einzelne Stunden zu je 4,90 €. 300 km sind bereits enthalten, jeder weitere km kostet den Nutzer 0,10 €. Verbilligungen für Ehrenamtliche gibt es trotz intensiver Nachfrage aus dem Gemeinderat nicht.

Die bisherigen Erfahrungen zeigten Jahresleistungen der Autos von mind. 30.000 km pro Jahr auf dem Land. Spätere Erweiterungen des Angebots seien möglich.

Eine Beschlussfassung über die Inanspruchnahme des Angebots soll in der nächsten Sitzung folgen.

Anmerkung:

Eigentlich eine sehr gute Idee und das Konzept scheint fair zu sein. Fraglich ist allerdings für mich, wo das Fahrzeug konkret stehen soll und ob es für die Verwaltung machbar und legitim ist, die Führerscheinprüfung zu übernehmen. Glücklicherweise hat sich der Bürgermeister nicht zu einem übereilten Entschluss überreden lassen. Das sollte man in Ruhe durchspielen und das tut die Verwaltung auch.

Digitale Jugendbeteiligung

Mario Götz wurde als Projektverantwortlicher für die digitale Jugendbeteiligung vorgestellt und bestätigte die Aussagen bezüglich des geplanten Ablaufs nochmals.

Aus dem Rat bemängelt wurde die schlechte Darstellung der Webseite auf Mobilgeräten und die textlastige Aufmachen der Seite. Zudem hoffen sie auf verbesserte Werbung um die Nutzer in den Vereinen. Auch die Gemeindejugendarbeiterin solle mehr auf die Verantwortlichen zugehen.

Anmerkung:

Das hatte ich auch schon mit Ina Hiller per WhatsApp: Mobil ist die Plattform eher schlecht als recht zu nutzen. Auch sie teilt diese Meinung und wollte eigentlich ein anderes Portal nutzen, das nun aber erst im späteren Verlauf zum Einsatz kommen soll.
Bisher ist die Nutzung noch überschaubar, aber ich bin gespannt, was daraus wird.

Verkehrsschau 2019

In einer Begutachtung der problematischen Stellen wurden drei Punkte betrachtet:

Die Beschilderung des geplanten Radwegs von #Oberthulba nach #Hassenbach soll erst am Ortsausgang von Oberthulba angebracht werden. Zudem soll die Ortseinfahrt in Hassenbach mit einem Verkehrsteiler verlangsamt werden.

In #Wittershausen gibt es einen Antrag zur Anbringung eines Verkehrsspiegels bei der Zufahrt in die Sankt-Georg-Straße von der Staatsstraße. Die Polizei sieht hier keinen Handlungsbedarf und zuständige sei ohnehin das Straßenbauamt.

Größere Diskussion gab es zur geplanten Veränderung der Straße Schieferstein:

Wegen der parkenden Autos und Lkw gibt es immer wieder Probleme bei der Durchfahrt. Die im Bild rechte Seite soll daher komplett mit einem Halte- und Parkverbot versehen werden. Die linke Seite soll ein Parkverbot für Lkw erhalten und in der Mitte des Stücks eine Sperrfläche zum Ausweichen bei Gegenverkehr.

Tiemo Stürzenberger war von der Lösung nicht überzeugt und sieht die Lkw-Fahrer diskrimiert. Auch diese bräuchten einen Platz zum Parken. Bürgermeister Schlereth entgegnete, dass diese ggf. außerhalb parken können.
Die Entscheidung für die geplante Lösung fiel mit 18:2 Stimmen.

Tourismus

Frankens Saalestück soll künftig über einen gemeinsamen Zweckverband geführt werden. Die Verwaltung des Landratsamts Bad Kissingen wird daher beauftragt, einen entsprechenden Kooperationsvertrag auszuarbeiten.

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5 Comments

  1. Hallo.
    Zum Kommentar :
    „Wer Energiewende und dezentrale Versorgung statt Stromtrassen will, muss auch bereit sein, solche Anlagen zu akzeptieren.“ möchte ich hinzufügen.

    Wer solch riesige, öffentliche Dachflächen (Turnhalle, Schule, Rathaus, Bauhof) wie Oberthulba zur Verfügung hat, sollte vll auch daran denken hier aktiv zu werden und PV’s installieren.
    Gruesse
    Ralf

    1+
    Ralf
    1. Servus Ralf!

      Das ist eine interessante und überlegenswerte Ergänzung. Leider wird die Möglichkeit zum kommunalen Betrieb von PV-Anlagen sicherlich nicht so einfach zu beantworten sein. Aber prüfen sollte man diese Möglichkeiten tatsächlich.

      Viele Grüße
      Daniel Bahn

      0
      Daniel Bahn
    1. Servus Daniel,
      wo sollte das Problem sein? Andere Kommunen bekommen das auch hin. Vor allem die Schuldachfläche hat Vormittags und Nachmittags/Abends Sonneneinstrahlung. Ideal, wenn man nur wölte. Gruesse Ralf

      0
      Ralf

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