Ich habe nicht schlecht gestaunt: Nachdem es in der #Digitalisierung nach außen im Markt Oberthulba eher stockend bis rückwärts ging, gibt es nun einen riesigen Schritt nach vorne! Das Pilotprojekt ist unter anderem dem Landkreis Bad Kissingen und der gemeindlichen Jugendarbeit durch Pro Jugend e.V. zu verdanken.

Vorgeschichte

Seit immerhin zehn Tagen gibt es eine Plattform auf Tricider.com, auf der die Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung aufgerufen werden. Vorab hat man eigentlich nichts zu dem Projekt erfahren und auch bisher gibt es faktisch keine brauchbare Bekanntmachung. Zwar hat man einen Link auf der Seite des Rathauses eingerichtet, aber sonst nichts gehört. Die Presse hat zuletzt ebenfalls einen Bericht gedruckt.

Die Gemeindejugendarbeiterin Ina Hiller hat die Chance genutzt und sich einfach telefonisch an mich gewandt. Die Hauptzielgruppe der „Jugend“ (sie erklärte mir, dass man das schon mal bis 27 Jahre auslegen könne 😉 ) erreicht man natürlich mit Links und Plakaten nur schwer, da waren wir uns schnell einig. Jetzt kommt die Sache zumindest auf diesem Weg in moderne Kommunikationskanäle wie Facebook und dergleichen.

Digitales Brainstorming

Aber was gibt es denn nun Neues?
Unter https://www.tricider.com/brainstorming/3MTP7XCcTqd ist jeder Einwohner des Markt Oberthulba aufgefordert, seine Ideen und Vorstellungen einzubringen. Natürlich vorrangig tatsächlich die Jugend, denn es handelt sich um eine Initiative der Jugendarbeit.

Das Prinzip ist selbsterklärend: Wer eine Idee hat, stellt sie ein. Andere Nutzer können anschließend einfach dafür stimmen oder ein Feedback hinterlassen.

In dieser ersten Phase sollen also vor allem Ideen gesammelt bzw. Probleme benannt werden. Das Verfahren ist recht offen gestaltet und somit gut geeignet entsprechend einfach etwas vorzuschlagen.

Was passiert damit?

Das war natürlich meine erste Frage an Ina Hiller. Denn was nützt der ganze Käse, wenn zum Schluss alles in einer Schublade verschwindet. Einen Anspruch auf Auswertung gibt es schließlich aus den Kommunalgesetzen nicht, weil ein solches Verfahren derzeit nicht geregelt ist.

Man hat mir erklärt, dass ein weiteres Verfahren folgen soll. Aus den Ideen soll ein ernsthaftes Projekt ausgesucht und verfolgt werden. Hierbei will man vor allem die Technik und das Verfahren prüfen. Es wird also eine Projektgruppe digital und „in Echt“ geben. Das konkrete Verfahren muss sich dann nach dem verfolgten Ziel ergeben.

Fazit

Endlich mal ein innovativer Ansatz! Die konkrete Technik und das Verfahren braucht man noch nicht zu beurteilen, denn dafür ist das Projekt ja da. Ich hoffe, dass sich möglichst viele am Brainstorming beteiligen und dass man dann die Sache auch ernsthaft weiterverfolgt. Meiner #Meinung nach gibt es nichts Schlimmeres als eine große Ankündigung und dann einen Abbruch oder eine Verzögerung.

Ich werde die Sache auf jeden Fall weiterverfolgen und mich ggf. auch sinnvoll selbst daran beteiligen! Nicht nur die Jugend wird man künftig auf diese Weise prima in die Kommunalpolitik einbinden können, sondern auch alle anderen. Das Brainstorming jetzt betrachte ich mal als eine „digitale (Jugend-)Bürgerversammlung“ und würde es entsprechend ernst nehmen.

Zum Teil sehr zum Missfallen einiger Verantwortlicher habe ich in der Vergangenheit bereits selbst in #Umfragen aufgezeigt, dass eine digitale Bürgerbeteiligung guten Zulauf erhält. Jetzt gibt es die Möglichkeit, das bei der zuständigen Seite der Kommunalpolitik mitzugestalten. Also, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, nutzt es!

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