Die letzte #Sitzung des Marktgemeinderats (Tagesordnung) begann mit einem Ortstermin in #Oberthulba. Der #Gemeinderat besichtigte eine 2,3 Hektar große Ackerfläche nordwestlich der Hurschelwiese.

Suche nach Baugrundstücken

Nachdem aktuell eine Kaufoption für einen größeren Bereich im Anschluss an die Hurschelwiese im Raum steht und dies eine ansprechende Wohnlage in Oberthulba ergeben würde, hat sich das Gremium das Areal angesehen. Dennoch steht für Bürgermeister Gotthard Schlereth das Prinzip „Innen vor außen“ weiterhin außer Frage. Allerdings gebe es aktuell keinerlei Bereitschaft Baugrundstücke zu verkaufen und der Bauplatzmangel in der Marktgemeinde verschärft sich.

In Gemeindeeigentum steht in Oberthulba nur die mehr als ein Hektar große Fläche der ehemaligen Kleiderfabrik an der Quellenstraße. Dieses eigentlich erschlossene Grundstück mit einem abrissreifen Wohnhaus müsste aber für Neubauten noch nachgerüstet werden und habe oberste Priorität.

Anmerkung:

Zeit wird’s diesen Gedanken endlich ernsthaft in Betracht zu ziehen! Sicherlich hat man auch in der Vergangenheit versucht, hier tätig zu werden und das Baugebiet Quelle zu erweitern, aber jetzt wird zumindest einmal öffentlich über solche Vorhaben gesprochen. Der Markt Oberthulba, insbesondere das Gemeindezentrum Oberthulba, brauchen unbedingt Baumöglichkeiten, um zukunftsfähig zu bleiben. Bereits im Mai 2018 hatte ich mich intensiv mit dem Problem auseinandergesetzt und bin immer noch der Meinung, dass die reine Baumöglichkeit im Altort nur teilweise Erfolg verspricht. Es bleibt die Hoffnung, dass ein neuer Gemeinderat und auch ein neuer Bürgermeister das Thema weit oben auf die Agenda setzen, denn Elfershausen, Aura, Sulzthal, etc. sind in ähnlicher Lage wie wir – und haben oder schaffen Bauplätze.

Wasserversorgung

Zum Bericht durch das Ingenieurbüro BaurConsult über das Wasserschutzgebiet und die Quellstube in #Thulba, sowie die Grabenbrunnquelle und Brühlquelle Oberthulba habe ich bisher noch keinen Bericht gefunden und werden den Beitrag ergänzen.

UPDATE 29.09.2019: Presseartikel

Die Quelle unter der Probstei in #Thulba machte in letzter Zeit Schwierigkeiten. Das Wasser drückte sich in die denkmalgeschützten Gebäude und auch private Nachbargrundstücke sind betroffen. Das Hauptproblem dabei ist, dass man nicht einmal genau weiß, wo der eigentliche Quellzufluss ist. Wegen der unklaren Lage und der aufwendigen Arbeiten um das Denkmal und die angrenzenden Grundstücke rechnet Ingenieur Tobias Decoster von BaurConsult mit hohen Kosten, die er vorsichtig mit 462.000 € beziffert.

Auf rund 74.000 € kommt das Gutachten mit Einbau einer Grundwassermessstelle für die Brunnen 1 und 2 in Thulba.

Die Entnahmestellen für Brauchwasser aus der Grabenbrunnenquelle und der Brühlquelle in Oberthulba sollen außerdem neu angelegt werden. Auch die Wasserleitung von #Hassenbach nach Oberthulba soll erneuert werden, weil es dort seit 2011 zunehmend Rohrbrüche gebe. Zur Kostenminderung soll der Bau mit dem geplanten Radweg verbunden werden. Trotzdem wird allein diese Leitung der Marktgemeinde wohl rund 400.000 € kosten.

Anmerkung:

Mit 1,5 Mio. € sind das schon dicke Bretter, die da gebohrt werden. Aber es ist immer noch besser, als das System verkommen zu lassen und dann in ein paar Jahren noch mehr aufwenden zu müssen. #Wasserversorgung ist Pflichtaufgabe und daneben wohl eine der wichtigsten Leistungen, die eine Kommune ihren Bürgern erbringt. Letztlich muss jede Generation seine Wasserversorgung einmal komplett in Stand setzen. Hier brauchen wir uns schon in der Vergangenheit nicht zu verstecken und auch in Zukunft sollten wir am Ball bleiben.

Auch die Maßnahme unter der Probstei in Thulba kann man sicherlich aufschieben, besser wird es aber wohl eher nicht werden. Und die Baukosten steigen derzeit deutlich schneller als die Zinsen. Also: Was du heute kannst besorgen…

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