Die 16. #Sitzung des Gemeinderats (Tagesordnung) begann mit einem Waldbegang in #Thulba. Ich war bis zum Nachmittag in den Abbau des Festzelts in Wittershausen involviert und daher nicht selbst anwesend.

Forstweg am Geißberg

Im Geißberg-Wald bei Thulba wurde der neue Forstweg besichtigt. Hier wurde erstmalig ein forstwirtschaftlich nutzbarer Weg mit ca. 1,6 km Länge geschaffen, die Möglichkeiten zuvor waren hier sehr beschränkt. Die Baukosten liegen bei rund 71.000 €. Davon übernimmt das Amt für Ernährung. Landwirtschaft und Forsten (AELF) 25.000 € als Zuschuss.

Eine Bewirtschaftung ist nun möglich: Die Forstbetriebsgemeinschaft rechnet in den nächsten fünf Jahren nun mit etwa 3.000 Festmetern Ertrag, was nach aktuellen Preisen einem Marktwert von 170.000 € entspricht. Auch für Rettungsfahrzeuge ist das Revier nun befahrbar, was bei den großteils sehr gefährlichen Waldarbeiten ein wichtiger Pluspunkt ist.

Als Ausgleichsmaßnahme für die zum Ausbau beseitigten Bäume wurden 15 Nistkästen für Vögel und fünf Fledermauskästen eingerichtet. Der neben dem Weg verlaufende Wassergraben mit mehreren Abläufen in Sickergruben und ein Regenrückhaltebecken für 100 m³ Wasser sollen künftig dafür sorgen, das Wasser im Wald zu halten. Zudem soll aus dem Regenrückhaltebecken ein Biotop werden.

Die Durchfahrt ist nur für den forstwirtschaftlichen Verkehr erlaubt, womit unter anderem die Interessen der örtlichen Jagdgenossen gewahrt werden sollen. Die Begehung und Nutzung mit dem Fahrrad ist selbstverständlich jedermann freigestellt.

Anmerkung:

Ich bin den Weg bereits mit dem Fahrrad abgefahren. Der Wald ist nun endlich brauchbar für die Forstwirtschaft erschlossen und ein Waldumbau kann erfolgen. Mischwald wird wohl auch hier die Zukunftslösung sein. Der Weg verbessert aus meiner Sicht die Situation gegenüber einer weitgehenden Befahrung auf Rückegassen. Denn schwere Maschinen verdichten den Waldboden und die weiten Wege sind ineffektiv. Eine Rettung nach einem Unfall hätte hier in Teilen ebenfalls nur schwer und damit langsam erfolgen können.

Es wurde auch nicht sinnlos Fläche verschwendet oder versiegelt und insbesondere mit dem geplanten Biotop dürfte der Eingriff in die #Natur wettgemacht worden sein. Die Politik und Verwaltung im Markt Oberthulba übt schon seit sehr langer Zeit einen gelungen Umgang mit dem #Wald!
Das Durchfahrtsverbot ist eigentlich obligatorisch. Privatfahrzeuge haben eben auf Forstwegen nichts zu suchen.

Sanierung von Wirtschaftswegen

Insgesamt sieben Wirtschaftswege werden auf Beschluss des Gemeinderats nun mit einem neuen Verfahren instand gesetzt. Die bisherige Verteilung von Recycling-Mischgut hat immer wieder zu sehr schlechten Straßenverhältnissen geführt. Nun sollen die Wege mittels einer Fräse auf zehn Zentimeter Tiefe aufgelockert werden. Dann profiliert und verdichtet man das Material neu. Das Verfahren benötigt kein neues Material und eine Entsorgung von Altmaterial entfällt ebenso.

Die Kosten belaufen sich auf rund 41.000 €. Die Qualität und Haltbarkeit können mangels Erfahrung noch nicht wirklich abgeschätzt werden. Man rechnet aber mindestens mit zehn Jahren.

Anmerkung:

Ein leidiges Thema aus der #Bürgerversammlung in #Wittershausen wird damit angegangen. Der Fuß- und Radweg nach #Oberthulba ist eines der besten Beispiele. Mit meinem Sohn kann ich den Weg kaum fahren, weil es hier schon abenteuerlich zugeht. Der Weg besteht nur aus alten Asphaltbrocken und schon einige E-Biker haben mich gefragt, ob sie hier wirklich richtig sind.

Ein sachkundiger Mitbürger hat die nun geplante Variante der Wegerneuerung schon seit einiger Zeit immer wieder ins Spiel gebracht. Nun will man es versuchen. Mit Blick auf die eher geringen Kosten, ist es zumindest den Versuch wert. Wenn es klappt, hat man eine günstige und umweltfreundliche Variante für die Wirtschaftswege gefunden.

Sanierung Kissinger Straße

Der letzte Abschnitt der Kissinger Straße (zwischen Kirchgasse und Ledergasse) soll nun in Angriff genommen werden und so noch in den Genuss der staatlichen Erstattung der Straßenausbaubeiträge kommen. Dabei sollen auch die Kanäle unter die Lupe genommen und ausgebaut werden. Außerdem will man die unübersichtlichen und gefährlichen Engstellen nach Möglichkeit etwas entschärfen.

0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.