Bereits in der letzten Gemeinderatssitzung wurde auf das Problem hingewiesen: Die Pegelstände der Grundwasserbestände im Markt Oberthulba sind derzeit nur auf einem Niveau von 80% der üblichen Werte. Nachdem auch in den Prognosen aktuell von anhaltender Trockenheit ausgegangen wird, folgen nun entsprechende Maßnahmen.

Zapfstellen geschlossen

In den letzten Jahren wurde kostenlos Brauchwasser aus der Grabenbrunnenquelle an zwei Zapfstellen in #Oberthulba und #Hassenbach zur Verfügung gestellt. Beide Zapfstellen sind bis auf weiteres geschlossen, um die #Wasserversorgung stabil zu halten.

In der entsprechenden Bekanntmachung wird auch auf den starken Gebrauch dieser Möglichkeit hingewiesen. Das kann wohl jeder bestätigen, denn an den Zapfstellen gab es intensive Nutzer, die das #Wasser kubikmeterweise abholten. Es hat sich zum Teil ein regelrechter „Wassertourismus“ gebildet und die Abnehmer nahmen auch weitere Entfernungen aus den umliegenden Orten außerhalb der Marktgemeinde auf sich.

Sportvereine nicht betroffen

Auch den Sportvereinen stellt die Kommune das Wasser für die Plätze kostenlos zur Verfügung und fördert damit in geeigneter Weise das #Ehrenamt. Die Verwaltung fordert aber auch diese zum sparsamen Umgang mit dem Wasser auf und will den sinnvollen Einsatz auch im Auge behalten.

„Wasser ist unser Lebensmittel Nr. 1 und wird in bester Qualität zur Verfügung gestellt. Die Versorgungssicherheit unserer Bevölkerung steht daher ebenfalls an erster Stelle.“

Mit dieser deutlichen und völlig zutreffenden Feststellung endet die Bekanntmachung. Das Rathaus zeigt damit einmal mehr auf, dass die Gemeinde in Sachen Wasserversorgung mit Umsicht und Weitblick handelt.

Richtig so!

Sollte sich dieses Jahr die Trockenheit tatsächlich wie im Vorjahr fortsetzen, geht es tatsächlich an die Substanz. Viele andere Gemeinden in der Region hatten bereits letztes Jahr massive Probleme, während wir relativ gut durch das Jahr gekommen sind. Ein frühes Entgegensteuern macht Sinn und ist notwendig.

Auch wenn nun für das Wochenende Regen gemeldet ist, glaube ich das erst, wenn ich es sehe. Wer mit offenen Augen durch Feld und Wald geht, sieht die Trockenheit. Und da braucht es schon noch heftigen Niederschlag (bloß nicht auf einmal!), um wieder auf ein normales Niveau zu gelangen.

Natürlich ist die Bereitstellung der kostenloses Entnahmestellen toll für alle. Die Ausmaße, die das annimmt, sind allerdings nicht Sinn der Sache. Nicht jedes Stückchen Rasen im heimischen Garten muss bewässert werden, dafür ist das Gut zu wertvoll. Vielleicht tut so auch die Pause gut, um die Abnahme wieder etwas zu bremsen. Für die Leser, die Flatrates gewohnt sind: Auch hier gibt es eine Fair Use Policy. Die nennt sich bei der Wasserentnahme nur anders, nämlich „gesunder Menschenverstand“… 😉

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4 Comments

  1. Pingback: Beregner...versenkt - Crowdfounding-Aktion des FC Thulba - inOberthulba

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