Nachdem die Bahnstrecke durch die Rhön sowie der Busverkehr auf den Kreuzberg bereits in den Verkehrsplan aufgenommen wurde, kommt nun der nächste Streich: Bereits im Jahr 2020 soll die Thulba für die Personenschifffahrt ausgebaut sein!

Flusskreuzfahrten

Es haben bereits mehrere Gesellschaften Interesse an einer Kreuzfahrtroute von Würzburg nach Thulba angemeldet. Dies sei eine sinnvolle und sicherlich gut gebuchte Strecke. Der Wasserweg wird vom Main über die Saale bis nach Hammelburg führen und dort bei der Kessenmühle seinen Abzweig in die Thulba finden.

„Strecken nach dem See in Thulba sind wirtschaftlich derzeit nicht rentabel, aber auch die Erschließung von Hassenbach über die Thulba, also dort des Oehrbachs, sind langfristig nicht auszuschließen.“

Auskunft des Wasserwirtschaftsamts Seeshof

Die Planungen sind also längst noch nicht am Ende!

Ausbau

Der umfangreiche Ausbau soll noch in diesem Jahr starten. Um die Flussriesen durch das zum Teil enge Tal zu bekommen sind starke Eingriffe nötig. So wird die Thulba durchgängig auf eine Breite von 40 Metern ausgedehnt. Für die notwendige Nivellierung des Pegels wird Wasser aus dem See in Thulba verwendet. Dieses Verfahren wurde für die Saale bereits im Jahr 2017 in Wittershausen mit dem Löschweiher erfolgreich erprobt.

Auch für Kleinboote wird es Fahrtmöglichkeiten geben. Die DJK Reith bietet seit diesem Jahr bereits im Hinblick auf das Ereignis die Möglichkeit des Bootsführerscheins an:

Proteste der Anwohner

Mit dem Mammutprojekt gehen natürlich auch Proteste einher. So beschweren sich nicht nur viele über den Lärm, sondern haben auch Angst um ihr Eigentum. Denn es sind zum Teil für den Ausbau Enteignungen nötig. Für die betroffenen Bürger soll eine Neuansiedlung in Hetzlos stattfinden, um dort die Einwohnerzahl zu heben.

Für die Thulbatalhalle ist das Schicksal ebenfalls noch unklar, da sie die weitere Streckenplanung nach Hassenbach kreuzt. Sollte mit der Renovierung bis zum Baustart nicht begonnen worden sein, wird es auch hier wohl einen Abriss geben. Die betroffenen Sportler sollen dann in Frankenbrunn trainieren und spielen, wie ich aus internen Kreisen erfahren konnte.

Meinung

Saustark! Das hebt die Wertschöpfung im Markt Oberthulba natürlich enorm. Da müssen die Anwohner und Betroffenen einfach mal zurückstecken, es geht ja um eine gute Sache. Außerdem ist es ja in Hetzlos und Frankenbrunn genauso schön und der Rest von Thulba wird durch das verbreiterte Flussbett effektiv vor Hochwasser geschützt.

Wer übrigens in eine entsprechende Reederei im Thulbatal einsteigen und selbst vom Aufschwung profitieren will, der darf sich gerne bei mir melden. Ich plane derzeit die Gründung einer entsprechenden Gesellschaft.

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