Klares Votum für öffentliche Mülleimer im Markt Oberthulba

So klar wie im Titelbild zu sehen, hätte ich das Ergebnis gar nicht erwartet: Von 78 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der #Umfrage über Facebook (hier zu sehen) haben sich 69 für und 9 gegen die Notwendigkeit von öffentlichen Mülleimern ausgesprochen. Mit 88% ist das keine bloße Tendenz, sondern schon eine deutliche Mehrheit.

Aktuelle Lage

In der Marktgemeinde Oberthulba sind derzeit keine Mülleimer angebracht, die von der Gemeindeverwaltung geleert werden. Zumindest kenne ich keinen Ort, an dem das der Fall ist.

Das führt dann zu solchen Bildern, wie hier an der Bushaltestelle #Wittershausen:


Da mache ich jetzt keinen großen Akt draus. Wenn der Müll nicht zu ekelhaft zum Anfassen ist, nehme ich das Zeug kurzerhand mit und stecke es in die Mülltonne. Meistens handelt es sich um Taschentücher, Zigarettenschachteln und dergleichen.

Nachbargemeinden

Bereits im Sommer habe ich einmal bewusst in den Nachbarkommunen die Augen hinsichtlich offen gehalten und gezielt nach öffentlichen Mülleimern geschaut. Dabei war ich zum Teil schon ein bisschen verblüfft. Die Stadt Bad Kissingen etwa geht äußerst großzügig mit der Aufstellung der Behältnisse um. Nicht etwa nur in der Stadt, wo es zu erwarten wäre, auch die Ortsteile sind gut ausgestattet. Sogar an Plätzen, wo ich mit nur mäßigem Besucherverkehr rechne, steht ein Mülleimer, wie hier auf dem Radweg zwischen Poppenroth und Albertshausen:


Auch im Markt Burkardroth als vergleichbare Kommune gibt es an vielen Stellen öffentliche Mülleimer, wie hier an einer Wanderer-Bank in Stangenroth zu sehen:


Auch ansonsten habe ich eigentlich überall mehr oder weniger öffentliche Mülleimer sehen können. Jetzt habe ich natürlich nicht konkret bei allen nachgefragt, aber ich meine, wir haben ohne Mülleimer im Markt Oberthulba schon fast ein Alleinstellungsmerkmal.

Meinung

Wie man sehen kann, habe ich mich schon länger mit der Sache beschäftigt und mir eine fundierte #Meinung gebildet.

Mülleimer kosten Geld: Einmal für die Anbringung und Unterhaltung, für die Entsorgung des Mülls und für das Personal, das die Arbeit erledigt. Das sollte jedem klar sein.

Andererseits ist es in Deutschland ein gewisser Standard, dass öffentliche Plätze mit einer Entsorgungsmöglichkeit ausgestattet sind. Das verringert sicherlich die Verschmutzung und gibt Leuten wie mir die Möglichkeit, den Dreck der anderen nicht mitnehmen zu müssen, sondern ihn gleich in den Müll zu befördern.
Allerdings zieht so eine öffentliche Mülltonne auch „magisch“ den Hausmüll einiger besonders „schlauer“ Mitmenschen an. Die stecken dann ihren Dreck von zuhause dort hinein und missbrauchen damit das System. Leider sind aber viele dieser Leute so dreist und brauchen gar keinen Mülleimer: Sie schmeißen den Müll einfach in die Landschaft.

Mein Lösungsvorschlag: Mülleimer mit Augenmaß.
Zu einem Spielplatz oder einer Bushaltestelle gehört ein Mülleimer. Gerade #Kinder sind hier oftmals Vorbilder und nutzen diese Möglichkeit bzw. weisen sogar andere darauf hin. Hier lässt sich viel Dreck vermeiden und im Innenort hat man auch eine bessere Überwachungsmöglichkeit bei Missbrauch.
Eine Aussichtsbank im Außenbereich braucht nicht wirklich einen Korb. Der Aufwand zum Nutzen stimmt hier oftmals nicht. Wenn es einige konkrete Stellen gibt, kann man ja dennoch darüber nachdenken.

Die laufenden Kosten dafür halten sich auch in Grenzen, denn die Gemeindearbeiter sind ohnehin oftmals zu Kontrollen, Wartung, Säuberung, etc. an diesen Orten und da kann man auch schnell den Müll mitnehmen.
Auch die Entsorgungskosten dürften im Rahmen bleiben. Wenn man noch ganz geschickt die bereits vorhandenen Mülltonnen der Gemeinde (z.B. an den vorhandenen Räumlichkeiten wie Alte Schule Wittershausen oder Gemeindehaus #Hassenbach) nutzt, kann man zusätzlich etwas sparen.

Ich bin gespannt auf die Diskussion im #Gemeinderat über den Vorschlag aus der #Bürgerversammlung in Wittershausen.

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