Was wurde eigentlich aus der Belieferung mit ökologischen Lebensmitteln?

Bereits von Beginn an habe ich von der Initiative zur Belieferung mit Bio-Gemüse aus der Region berichtet. Nun ist die Testphase in vollem Gang und 160 Bestellungen (in den drei teilnehmenden Gemeinden) sind doch schon ganz ordentlich. Für #Oberthulba kümmert sich Margot Schottdorf ehrenamtlich um die Abwicklung. Sie berichtet auch über die bisher positive Resonanz und die Qualität der Lebensmittel.

Bisher:

Pressemitteilung der Allianz Kissinger Bogen

Die örtliche Versorgung mit frischen, regionalen, biologischen und saisonalen Produkten wird immer schwieriger.

Denn Bio ist nicht gleich Bio, die Region, ein in sich nicht geschützter Begriff und saisonal sowieso etwas für Fachkundige. Umso mehr weißt man solche Initiativen, wie der Bio-Gemüse-Korb zu schätzen. Den bekommt man entweder nach Hause geliefert oder man holt es eben um die „Ecke“ ab. In Oberthulba bei Egid Gärtner, Blumen- & Kranzbinderei, Hintere Torstr. 6, in Burkardroth bei Silvia Metz, in Wollbach am Schubertsgarten 6 und in Nüdlingen im neu eröffneten Hofladen „Projekt Direkt“, Brunngasse 11.

Das spannende dabei ist, man weiß nicht, was man bekommt. So ist die Kreativität für die Zubereitung einer leckeren Mahlzeit verlangt. Doch in Zeiten des Internets, ist das Rezept für das passende Gericht schnell gefunden. Entscheidend sind, dass Qualität, Service und die Preise stimmen.

Alle zwei Wochen hat man die Möglichkeit, an die frischen Gemüse zu kommen. Ergänzend dazu gibt es alle 28 Tage Gelegenheit, Bio-Kartoffeln vom Hof Hümpfer aus Großenbrach oder Äpfel aus Schmitts Obstgarten aus Reichenbach zu buchen.

Frische zahlt sich aus

Bestellt ist schnell doch dahinter steckt viel Arbeit, wie dies aus einem Gespräch mit den ehrenamtlich Verantwortlichen Kathrin Wehner, Margot Schottdorf und Edgar Thomas herausgeht. Die Ware muss frisch abgeholt und noch am selben Tag ausgeliefert werden, damit es an Frische nicht einbüßt. Die Qualität der einzelnen Körbe muss geprüft werden und geschaut, dass jede Bestellung, die eingegangen ist, auch ausgeliefert wurde.

Und das will was heißen, denn mittlerweile ist die Zahl der Bestellungen auf 160 gestiegen. Diese große Anzahl konnte der Naturlandhof Pfülb aus Fuchsstadt, auch wenn der Inhaber dies gerne erfüllte hätte, nicht mehr ausliefern. Im Moment kommt die Gemüse vom Naturlandbetrieb Tietze aus Sennfeld, denn die örtlichen Bio-Gemüse-Anbauer oder Vertreiber im Allianzgebiet sind rar. Der ursprünglich genannten Internetseite: www.soschmecktdierhoen.de kann aus diesem Grund nicht mehr Rechnung getragen werden, weil Sennfeld nicht mehr in der Rhön liegt. Bestellen kann man auf diese Website jedoch schon noch.

Anreiz für lokale Landwirte

Vielleicht ein Ansatz für die Zukunft für unsere Landwirte, mehr Gemüse anzubauen?

Ein großer Bedarf gäbe es, so die Verantwortlichen. Einerseits ist das Bewusstsein für Bio, Frische, Regionalität und Saisonalität bei den Bevölkerungsgruppen auf Allianzebene vorhanden. Das zeigt sich in Gesprächen und im positiven Feedback, so wie Margot Schottdorf, Gemeinderätin aus Oberhulba berichtet:

„Ich arbeite bei der Gärtnerei Egid Gärtner, wo die Gemüsekisten in Oberthulba abgeholt werden und war von der großen Resonanz bei uns im Markt Oberthulba angenehm überrascht. Ich beziehe die Gemüsekiste selbst und bin bisher mit der gelieferten Auswahl und dessen Qualität und Frische sehr zufrieden. Bei uns an der Abholstelle in Oberthulba höre ich wenig Kritik sondern im Großteil sind unsere Gemüsekisten-Abnehmer durchaus zufrieden mit dieser Aktion!“

Pläne für die Zukunft

Um noch mehr über die Kundenzufriedenheit zu erfahren, wird demnächst eine Umfrage durchgeführt.

Die Test Phase läuft noch bis Ende Dezember 2018. Denkbare Ansätze wären jetzt schon, die Logistik und die Produktpalette weiter auszubauen und verfestigen sowie örtliche Landwirte  und Ehrenamtliche für das Projekt zu gewinnen. Wir sind alle gespannt und danken hierbei für die tolle Arbeit, die die drei Ehrenamtlichen bisher geleistet haben.

Auch wenn keine direkte Initiative des Vereins, so ist die Allianz Kissinger Bogen e. V. sehr bemüht, diese sinnvolle Idee fachlich und zeitlich zu unterstützen und weiterzuentwickeln.


Foto (Kathrin Wehner) von Links: Kathrin Wehner, Edgar Thomas, Margot Schottdorf

Quelle: https://www.kissinger-bogen.de/startseite/aktuelle-informationen/214.Presseartikel-Gemuese-Korb–Regionale-Wertschoepfung-foerdern-dank-Ehrenamt.html

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