Zusammenfassung 18. und 19. Sitzung des Marktgemeinderats

Aus beruflichen und nebenamtlichen Gründen, Vorbereitungen der Marktmeisterschaft im Schafkopf und Urlaub, konnte ich bisher noch nichts zu den beiden letzten Sitzungen des Gemeinderats berichten. Das will ich heute als Zusammenfassung nachholen.

Hier gibt es die Tagesordnungen der 18. Sitzung und 19. Sitzung.

Aktuelles aus der Volksschule Thulbatal

Rektor Frank von Schoen und Konrektorin Birgit Gräb berichteten dem #Gemeinderat von aktuellen Ständen und Entwicklungen. Für die Jahrgangstufe 1 konnten erstmals wieder drei Klassen (bei 58 Schülern) gebildet werden. Im Mittelschulbereich (Klassen 5 – 9) besteht jeweils eine Klasse mit insgesamt 87 Schülern, wobei etwa die 8. Klasse aus nur 13 Schülern besteht.

Die Schwerpunkte würden in diesem Jahr auf regelmäßig stattfindenden Unterricht gelegt, sodass weniger Ausfälle zu verzeichnen sein. Dies sei bei nur einer mobilen Reserve gerade im Mittelschulbereich eine Herausforderung. Die Lehrkräfte wollen sich zudem auf die Leseförderung und die Durchführung von Sportaktionen konzentrieren.
Es existieren zwei offene Ganztagsklassen und das Konzept insbesondere hinsichtlich der Hausaufgabenbetreuung sei optimiert worden.

Neben der Arbeit an einem Medienkonzept sollen auch die Pausenhöfe in #Thulba und #Oberthulba neu gestaltet werden. In Thulba mangelt es etwa an einem schattigen Platz.Die Situation beengt, daher gibt es die Überlegung, den Garten an der Propstei als Pausenhof zu verwenden, solange es keine neue Nutzung für das Propstei-Gebäude gibt. In Oberthulba sollen ein Spiel- und ein Ruhepausenhof angelegt werden.

Anmerkung:

Landespolitisch ist festzustellen, dass es traurig ist, wenn man den Schwerpunkt der Arbeit auf einen regelmäßigen Unterricht legen muss. Das sollte doch selbstverständlich sein. Da träumt die Regierung von digitalen Klassenzimmern, etc., hat aber nicht einmal genug Lehrer, um den Unterricht regelmäßig stattfinden zu lassen.

Ein Medienkonzept und eine zeitgemäße Ausstattung (Dokumentenkamera, Beamer in allen Klassen, etc.) ist nicht nur Komfort für Lehrer, sondern sie sind schlicht für einen sinnvollen und zeitgemäßen Unterricht notwendig. Wenn ich selbst als Dozent (in der Finanzverwaltung oder auch außerhalb) gebucht werde, bestehe ich auch auf eine solche Ausstattung und die gibt es immer -ohne Diskussion! Warum sollten uns unsere Kinder und deren Lehrer weniger wert sein?

Bejagung Oberthulba Nord

Das Rotwild insbesondere östlich der Autobahn verursacht nach Berichten der Forstbetriebsgemeinschaft erheblich Schäden. Bürgermeister Gotthard Schlereth wünscht sich eine intensivere Bejagung des Reviers und sucht nach Maßnahmen dies durchzusetzen. Im Nordosten von Oberthulba gibt es derzeit eine gemeinsame Verpachtung von Eigenjagtrevier der Gemeinde und einem Gemeinschaftsjagdrevier der Jagdgenossen. Die Gemeinde plant nun, ihr Revier in Eigenregie zu bejagen. Die Jagdgenossen sind weiterhin an einer gemeinschaftlichen Lösung interessiert und von dem Vorhaben überrascht.

Anmerkung:

Vorab ist zu sagen, dass freilich eine Bejagung erforderlich ist, die den Einklang von Wald und Wild herstellt, auch aus Sicht des Naturschutzes. Das jetzige Vorgehen brachte aber Margot Schottdorf auf den Punkt: „Bis vor einem Vierteljahr war noch alles in Ordnung.“
Man sollte mit den Jagdgenossen, die einen wichtigen Beitrag zu unserer Natur leisten und deren System sich in Franken etabliert hat, nicht auf diese Art umgehen. Das hat man zuletzt in #Schlimpfhof und #Hassenbach getan, bei der Stellungnahme zur MTB-Strecke. Nun trifft es die Oberthulbaer. Kommunikation und Zusammenarbeit geht anders!

Außerdem muss man sich einmal mit der weiteren Verpachtung befassen: Klar, die Gemeinde kann theoretisch sogar einen Jäger anstellen, um die Bejagung dort zu erledigen. Das kostet aber Geld (der Bürger!). Eine Verpachtung des Gemeinschaftsreviers der Jagdgenossen wird aber durch die Aufsplittung deutlich erschwert bis unmöglich, denn bereits jetzt findet sich kein Pächter. Vielleicht besinnt man sich ja noch einmal bevor man Tatsachen setzt.

Sakristei Hetzlos

In #Hetzlos soll ein Außenzugang zum Untergeschoss der Sakristei an der Kirche St. Mariä Himmelfahrt für insgesamt rund 9.500 € errichtet werden. Es besteht ein Fehlbetrag von etwa 2.200 €, der durch die Gemeinde als Zuwendung nach Verwendungsnachweis der Gelder übernommen wird.

Wasserversorgung

Der Hochbehälter Oberthulba soll im Jahr 2020 für fast 600.000 € saniert werden. Der entsprechende Planung wurde vergeben.

Weiterhin gab es in Thulba Schwierigkeiten mit einem alten Brunnen nahe der Probstei. Der Brunnen scheint nicht mehr dicht zu sein und so dringt Wasser in die Nachbargemeinde ein. In diesem Zug wird über die Öffnung des Brunnens für die Brauchwasserversorgung nachgedacht und auch die Brühlquelle in Oberthulba könnte dieser Nutzung zugeführt werden.

Anmerkung:

Dass eine Schadensabwendung schnellstmöglich zu erfolgen hat, bedarf keiner Erwähnung. Zudem finde ich die Idee der Öffnung neuer Brunnen zur kostenlosen Brauchwasserentnahme sehr gut.
Die Wasserversorgung im Markt ist top und durch die Arbeiten am Hochbehälter wird sie das auch bleiben.

Marktplatz Oberthulba

Kurz zusammengefasst liegen die Arbeiten laut Aussage des Bürgermeisters im Zeitplan. Der Brunnen soll nach der Frostperiode im Frühjahr 2019 in Betrieb gehen und dann soll auch die feierliche Einweihung stattfinden.

Über die künftige Verkehrsregelung ist man sich noch unschlüssig, insbesondere was eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h angeht.

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