Informationen zur Landtagswahl im Markt Oberthulba – Briefwahl online beantragen

Es geht auf die Landtagswahl in Bayern zu. Am 14.10.2018 sind die Wahllokale von 8:00 bis 18:00 Uhr geöffnet und alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger der Marktgemeinde sollten mittlerweile eine Wahlbenachrichtigung bekommen haben.

Für uns ist es immer eine wichtige Station und wir integrieren die Wahl meist in unseren Sonntagsspaziergang. Die Zahl der Briefwähler steigt jedoch jährlich und es ist eine gleichwertige Möglichkeit, seine Stimme abzugeben.

Wahlschein mit Briefwahlunterlagen

Erstmals gibt es für den Markt Oberthulba auch die Möglichkeit einen Wahlschein samt Briefwahlunterlagen im Bürgerserviceportal unter http://www.buergerserviceportal.de/bayern/oberthulba zu beantragen. Im Übrigen können die Unterlagen jederzeit zu den Öffnungszeiten des Rathauses schriftlich oder mündlich beantragt werden (§ 24 der Landeswahlordnung).

Zudem können Wahlscheine laut Bekanntmachung des Rathauses noch außerhalb der üblichen Dienststunden am Freitag, 12.10.2018 von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr beantragt werden.
Wahlberechtigte, die bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung den Wahlraum nicht oder nur unter unzumutbaren Schwierigkeiten aufsuchen können und Wahlberechtigte nach § 22 Abs. 2 LWO, können Wahlscheine auch am Samstag, 13.10.2018 von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr und am Wahltag, 14.10.2018 bis 15.00 Uhr bei der Gemeindeverwaltung beantragen.

Vollmacht nicht vergessen

Wird der Antrag für einen anderen gestellt bzw. werden die Unterlagen für einen anderen abgeholt, muss man durch Vorlage einer schriftlichen Vollmacht nachweisen, dass man dazu berechtigt ist. Ein Entwurf für diese Vollmacht ist auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung vorgedruckt.

Zur Wahl selbst

Bei der Wahl sind zwei Stimmen zu vergeben. Ein Artikel im Merkur stellt die Funktion der beiden Stimmen verständlich dar:

„Die Erststimme hat in Bayern die gleiche Funktion wie im Bund. Jeder Wähler entscheidet sich mit der Erststimme für einen Kandidaten, der seinen Stimmkreis im Landtag vertreten soll. Einen Sitz im Parlament bekommt der Bewerber mit den meisten Stimmen – was bei 90 Stimmkreisen also bedeutet, dass 90 Abgeordnete direkt gewählt werden. Damit wird auch nach der bayerischen Landtagswahl 2018 jede Region im Parlament des Freistaates vertreten sein. Für die Vergabe der restlichen Mandate werden für die Landesliste als Referenzgröße die Wahlkreise herangezogen. Verteilt werden die Mandate auf Ebene der sieben bayerischen Bezirke, es gibt maximal sieben sogenannte offene Listen.

Anders als beim Bund ist jedoch in Bayern nicht nur die Zweitstimme für die Sitzverteilung im Landtag entscheidend: Auch die Erststimme spielt dafür eine maßgebliche Rolle, denn für die Verteilung der Sitze werden im Freistaat Erst- sowie Zweitstimmen zusammengezählt. In Addition werden die Stimmen dann in Mandate umgerechnet, deren Anteil darüber entscheidet, wieviele Sitze die Parteien im bayerischen Landtag erhalten.“

Wen wählen?

Die Frage nach der „richtigen“ Wahl ist wohl mindestens so alt wie die Wahl selbst. In den letzten Wochen vor der Landtagswahl wird man ja von allen Seiten ganz eifrig umworben. Von den Unmengen an Wahlplakaten will ich gar nicht sprechen. Es ist eine Materialschlacht geworden, bei der oft mehr auf Schein als Sein gesetzt wird.

Nicht nur Erstwählern empfehle ich daher den Wahl-O-Mat: https://www.wahl-o-mat.de/bayern2018/
Ich selbst würde mich als recht stark politisch interessiert bezeichnen und trotzdem habe ich diese Hilfe seit meiner Erstwahl stets verwendet. Die 38 Antworten werden mit den Statements der Parteien dazu abgeglichen und so erfährt man, in wie weit man mit diesen übereinstimmt. Und dass das nicht immer die gleichen sind, habe auch ich in diesem Jahr überraschend zur Kenntnis genommen. Also, ausprobieren…!

Auch wenn es aktuell viele Gründe gäbe, keine der Etablierten zu wählen, halte ich jeden an, von seinem wichtigsten demokratischen Recht Gebrauch zu machen. Jede einzelne Stimme hat eine Auswirkung und kann die Zukunft unseres Landes verändern. Vor allem der Anteil der sogenannten „Protestwähler“ sollte sich noch einmal ernsthaft mit den Parteien auseinander setzen und überlegen, ob er wirklich am rechten oder linken Rand seine Stimme abgibt.

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