Ergebnisse 17. Sitzung des Marktgemeinderats

Ganz gemischte Inhalte gab es bei der letzten #Sitzung des Gemeinderats.

Das Wichtigste für viele Bürgerinnen und Bürger aus #Oberthulba vorab: In Sachen Bebauung des Areals #Jedicke wird es eine Bürgerversammlung am 26.09.2018 ab 19 Uhr im Pfarrsaal geben. Eingeladen sind dazu unter anderem auch Herr Wittmann von consello und Herr Dr. Bose als Vertreter der Eigentümergesellschaft.
Die Anlieger werden dazu schriftlich eingeladen. Möglichst viele Bürger sind willkommen.

Anmerkung:

Das Baurecht sieht für solche Projekte ohnehin eine Bürgerbeteiligung vor. Diese ist aber erst der eigentlichen Entscheidung im Gemeinderat nachgelagert. Eine vorgezogene Bürgerbeteiligung, wie sie nun vorgesehen ist, macht nach meiner Ansicht mehr Sinn und ist sehr zu begrüßen.
Mit Verweis auf das Bürgerbegehren in Hammelburg gegen das geplante Bürgerhaus kann man sich hier viel Gutes tun. Eine entsprechende Beteiligung wäre daher zu begrüßen.

Korrekturen am Marktplatz

Vor dem Biergarten am #Marktplatz war ein Baum geplant, der nun aber wegen zu vielen Versorgungsleitungen an diesem Punkt nicht dort gepflanzt werden soll. Er wird nun ebenfalls an die Straße Marktplatz verlegt, wo auch künftig der Maibaum stehen soll. Dies wurde vor Ort mit den örtlichen Vereinen abgesprochen und stieß auf Zustimmung.
Zudem wurde die Verlängerung der Asphaltierung übernommen und eine Kurzparkzone gegenüber der Post in den Plan aufgenommen.

Anmerkung:

Der Plan liegt in einem grafischen Format vor und wird bei der Sitzung immer wieder gezeigt. Warum stellt man das nicht einfach auf die Homepage der Gemeinde oder hängt ihn zumindest aus?

Förderung Obere und Untere Ecke

Die maximale Fördersumme von 70% (höchstens 250.000 €) wurde für die Maßnahme in Aussicht gestellt. Derzeit erledigt die Kämmerei die Abrechnung der Maßnahme. Bedingung für die Förderung ist die Aufstellung eines Schildes, das auf die Beteiligung des Freistaats Bayern hinweist.

Holz an Kita Thulba

Bei der Fassadengestaltung der Kindertagesstätte #Thulba sollen ca. 280 m² Holzverschalung zum Einsatz kommen. Vorgeschlagen war ursprünglich sibirische Lärche. Auf Vorschlag von Bürgermeister Gotthard Schlereth sollte besser einheimisches Holz verwendet werden. Dabei falle zwar die Förderung weg, weil Eigenmaterial nicht förderfähig ist, aber dafür sind die Kosten auch niedriger und zudem denkt man bei der Anbringung ebenfalls über Eigenleistung nach.
Revierförster Christoph Uffelmann soll mit der Auswahl des Holzes betraut werden und schlägt Lärche oder Douglasie vor, wobei letzteres die bessere Variante sei. Der #Gemeinderat beschließt dies einstimmig.

Anmerkung:

Sicherlich sind Gotthard Schlereth und ich recht unterschiedlich. In Sachen Forst und Natur sind wir dennoch sehr nah beieinander.
Die örtlich waldreichste Gemeinde Oberthulba, die zudem Sitz der Forstbetriebsgemeinschaft ist, braucht kein importiertes Holz für eine Fassadenverkleidung.

Zwar wurde von vielen Mitgliedern des Gemeinderats verkannt, dass die sibirische Lärche durchaus Vorteile in der Materialeigenschaft bietet (durch den langsameren Wuchs weist sie eine große Härte auf). Aber das darf nicht das einzige Argument sein. Wir sollten nutzen, was wir haben, auch wenn es ein wenig kürzer hält. Das ist ein tolles Zeichen nach Außen und sollte an der Verschalung auch direkt mit einem Hinweisschild erwähnt werden.

Der Beschluss ist gut und richtig!

Mehrkosten Bauhof

Der #Bauhof wollte ursprünglich nur eine Fläche asphaltiert haben für die Bebauung mit einer Leichtbauhalle. Dies hätte rund 26.000 € kosten sollen. Nun wurde in diesem Zug eine zusätzliche Fläche von 900 m² geschottert, eine Stützmauer von 30 lfm errichtet und die abgelagerten Steine durch die Baufirma sortiert.

Der Bürgermeister hätte sich gewünscht, dass die Kostenmehrung bereits in der letzten Sitzung genannt worden wäre und nicht erst nach Vorliegen der Schlussrechnung. Er habe die Verwaltung entsprechend darauf hingewiesen. Der Rat billigt einstimmig die Regiearbeiten und Mehrkosten von rund 21.000 € nachträglich.

Anmerkung:

Ich hätte mir nicht gewünscht, dass die Mehrkosten vor der Schlussrechnung benannt werden. Bei einer so umfangreichen Beauftragung und der annähernden Verdopplung der genehmigten Ausgaben, halte ich die Zustimmung des Gemeinderats für die Maßnahme selbst für obligatorisch.

Sicherlich sind diese Arbeiten sinnvoll und sie wären wohl auch genehmigt worden. Aber einfach die Arbeiten ausführen zu lassen und dann die Rechnung zu präsentieren ist der falsche Weg. Ich hätte mir auch nicht erzählen lassen, dass das ungeplante Folgearbeiten aus dem Bauverlauf heraus seien. Die Schotterung einer 900 m² großen Fläche und das Setzen einer Mauerscheibe passt da einfach nicht. Die Sortierung der Findlinge sei einmal vernachlässigt.

Rettungsstützpunkt Oberthulba

Für die Orte Motten und Oehrberg ergeben sich aus der letzten Trend- und Strukturanalyse für den Rettungsdienst Probleme beim Einhalten der Hilfsfrist von zwölf Minuten. Daher wird derzeit über einen weiteren Stützpunkt in Oberthulba nachgedacht und die Planungen sind angelaufen. Konkretes wurde dabei nicht benannt. Wünschenswert wäre nach Ansicht des Gemeinderats die Platzierung bei der #Feuerwehr.

Tourismus

Die Tourismusförderung im Saale- und Thulbatal soll unter einem Mantel zusammengefasst werden. Dazu werden wohl auf kurz oder lang die ehrenamtlich geführten Vereine in „Frankens Saalestück“ übergehen und dann hauptamtlich geführt.

Als Besucherin bekam Jessica Leicher, die Tochter von dem Campingplatz-Betreiber in Thulba Manfred Gils, das Wort und stellte sich und ihre Pläne für den Platz und den Tourismus im Thulbatal vor. Hierzu wird wohl ebenfalls ein Bericht in der Presse folgen, da Herr von Dobschütz als Pressevertreter sich anschließend mit ihr austauschte.

Marktplatz & Gemüse

Für die geplante Belieferung mit Biogemüse hat sich nun eine Lösung gefunden, die mit einem Probe-Abo gestartet wird:
https://www.soschmecktdierhoen.de/
Bei guter Resonanz soll das Projekt fortgeführt werden.

Zudem will künftig die Firma Genusshof Knaup aus Röthlein den Marktplatz freitags anfahren, sobald dieser wieder befahrbar ist.

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