Ergebnisse 16. Sitzung des Marktgemeinderats

Leider konnte ich bei der letzten #Sitzung des Gemeinderats nicht dabei sein.

Bebauung Quellenstraße 16 und 16a

Zum wohl wichtigsten Punkt der Tagesordnung gibt es einen Artikel in der Presse. Danach hat sich an den Planungen, die bereits in der letzten Sitzung vorgestellt wurden, nichts geändert:

„Das Konzept umfasst sieben Mehr-Familien-Häuser. Jedes hat drei Geschosse mit je zwei etwa 75 Quadratmeter großen Eigentumswohnungen. Darüber kommt jeweils noch eine Penthouse-Wohnung, sodass die sieben Häuser insgesamt 49 Wohneinheiten bieten würden.“

Dem Pressebericht nach stieß es im #Gemeinderat auf eine positive Grundstimmung. Insbesondere Mario Götz und Frank Mersdorf sprachen von einem „interessanten Projekt“ für das es „perspektivisch einen Markt“ gibt. Es werden insbesondere ältere Bürger angeführt, die mit einer kleineren Wohnungsgröße glücklicher wären.

Referenzen der Firma consello – projektmanagement werden nicht weiter angeführt.

Im September soll eine Bürgerversammlung zu dem Vorhaben stattfinden.

Anmerkung:

Bei allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, mit denen ich in der Zwischenzeit Kontakt hatte, kam das Projekt eher skeptisch an. Der zusammengefasste Tenor: „Ein Schlag ins Gesicht der bauwilligen Jugend/jungen Familien 
Ganz so drastisch sehe ich das jetzt nicht, solange man diese definitiv in der Überzahl vorhandenen Bedürfnisse im Auge behält. Allerdings bleiben bei mir schon mehr Fragezeichen offen:

  • Wenn ich an ältere Menschen auf dem Land denke, kenne ich persönlich keinen, der ernsthaft sein Haus aufgeben und in einen „Wohnbunker“ mit sieben Einheiten ziehen würde. Klientel gäbe es letztlich nur von außerhalb. Das wäre gut (mehr Einwohner), wenn es funktioniert.
  • Das Areal ist mitten in einem klassischen Wohngebiet. Ich stelle mir die Optik zumindest gewöhnungsbedürftig vor.
  • Ernsthafte Referenzen der Planungsfirma kann ich nicht finden. Vor allem die angestrebte Finanzierung (bauunabhängig durch Investoren) ist verlockend. Ohne entsprechende Sicherheiten könnte jedoch eine riesige Bauruine entstehen, wenn man zwischenzeitlich aufgibt oder insolvent wird. (Klingt abwegig? Gibt es in kleinem Maßstab in #Wittershausen und gab es lange Zeit ganz groß in Würzburg mit dem Hotelturm zu sehen.)
  • Leider zu wenig Informationen liegen mir vor, warum kein Verkauf des Areals an die Gemeinde in Frage kommt und warum man nicht mit der Planungsfirma ein „passenderes“ Projekt anstrebt.

Ich setze auf weitere Informationen und die Bürgerversammlung.

Landschaftsschutzgebiet „Buchsee“

Auch hierzu gibt es einen Artikel in der Zeitung, leider nicht zum Rest aus der Sitzung. Dem Schutzgebiet soll nach langer Zeit wieder eine größeren Pflegemaßnahme zukommen. Insbesondere der See soll ausgebaggert werden, denn er ist stark verlandet.

Die ca. 3.000 Kubikmeter Schlamm sollen dann in der Umgebung ausgebracht werden, um Äsungsflächen für das Rotwild zu schaffen.

Und sonst?

Über die restlichen Punkte, insbesondere die neue Form der Jugendbeteiligung und dem Sachstandsbericht zu aktuellen Baumaßnahmen ist (bisher?) nichts in der Presse zu finden. Auch die Feststellung der Unzulässigkeit von Fanpages bei Facebook durch die Verwaltung gab es keinen Bericht.

Anmerkung:

Der Markt Oberthulba betreibt tatsächlich derzeit mit der Michaelskapelle eine Fanpage bei Facebook (laut deren Impressum, der Betrieb der Homepage bei wix.com ist im Übrigen nicht unproblematischer). Die Frage ist also nicht (wie so oft) rein theoretisch, sondern praktisch.

In der Sache gibt es viel zu diskutieren, es ist aber im aktuellen kommunalpolitischen Umfeld im Markt Oberthulba ein Kampf gegen Windmühlen. Aber die restriktive Meinung des Rathauses ist fast schon ein Alleinstellungsmerkmal. Von der kleinsten Gemeinde des Landkreises über den Landkreis selbst (das ist im Übrigen die Rechtsaufsicht für unsere Kommunalverwaltung…) bis hin zur Staatsregierung haben so ziemlich alle ein modernes Informationssystem über Facebook, Twitter, WhatsApp und dergleichen. Nur weil z.B. etwas in der Zeitschrift des Bayerischen Gemeindetags erscheint, ist das noch lange nicht die herrschende Meinung.

Aber sei’s drum, das ist wie das meiste im vernetzten Zeitalter glücklicherweise nur eine Zeitfrage! 🙂


#bauen #Jedicke #Oberthulba #Natur

0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.