Brauchen wir eine kommunale Verkehrsüberwachung – Meinungen

Ein Thema, das wirklich heiß diskutiert ist: Braucht eine Gemeinde eine kommunale #Verkehrsüberwachung und wenn ja, wie streng soll diese ausgestaltet sein.

#Umfrage abgeschlossen

Sie und Ihr habt selbst abgestimmt und die Ergebnisse sind durchwachsen:

Immerhin ein Drittel möchte eine dauerhafte Überwachung des Verkehrs. Ein etwas größerer Anteil gibt sich mit gelegentlichen Kontrollen zufrieden. Gegen eine Verkehrsüberwachung bzw. nur eine Kontrolle an neuralgischen Punkten stimmte etwa ein Viertel.

Die Mehrheit ist sich dabei einig, dass die Überwachung des fließenden Verkehrs sinnvoll ist. Also etwa Tempo-Verstöße oder Telefonieren am Steuer geahndet werden sollte.

Anmerkungen

So eine Umfrage ist immer nur ein Trend. Viel genauer sind da konkrete #Meinungen. Neben den Aussagen, die ich im persönlichen Gespräch schon kennengelernt habe („In der Waldstraße zur Schule wird viel zu schnell gefahren.“, „Die Ortsdurchfahrt von Reith ist eine Autobahn!“, „Wenn du zu Thulba rein blitzt, kannst du die Gewerbesteuer um 20% senken!“ Anm.: Das wäre trotzdem für alle schlecht 😉 ), gab es auch Anmerkungen in der Umfrage:

    • Wer sich an die Vorschriften hält, ärgert sich auch nicht über die Verkehrsüberwachung. Und wenn dadurch die Räder, Möchteger-Cowboys etc weniger werden, nur zu…
    • und Kontrollen dann auch „nachts/abends“ da wiird deutlich mehr gerast.
    • Servus. In den frühen Morgenstunden wird, am Ortseingang von Hassenbach kommend, die Geschwindigkeit, teilweise massivst, überschritten. Die Verkehrsinsel bring nichts und ist ein WITZ. Ortsauswärts wird teilweise schon ab dem Spielplatz Gas gegeben. Während der Schulzeiten wird im Tongrubenweg und in der Waldstraße gerast!! Die Kinder sind teilweise nicht angeschnallt und haben keine geeignete Sitzgelegenheit. Thema Kindergarten : 20 ist ein Witz. Die Beschränkung gilt 24 Stunden auch am WE – was soll das!!!!! Gruesse – Ein Anwohner
    • Ganz wichtiger Punkt für Geschwindigkeitskontrollen ist die Busshaltestelle in Thulba beim Elektro Gerlach!!!
  • Hallo Daniel. Es sollten nicht nur die kritischen Stellen überwacht werden, sondern auch die Straßen, die für den „normalen“ Verkehr gesperrt sind. Ich denke vor allem an die Verbindungsstraße Schlimpfhof-Poppenroth, die ich selbst als Fahrradstrecke benutze. Hier interessiert weder das Fahrverbot, noch die Geschwindigkeitsbegrenzung. Gruesse <Name entfernt>

Meinung

Ich bin zunächst gegen eine kommunale Verkehrsüberwachung!

Eine Überwachung des ruhenden Verkehrs (also Parkverbote, etc.) brauchen wir nicht, dafür sind wir zu klein und die Verstöße nicht tragend genug. Sollte es hier trotzdem ernstere #Probleme geben, dann müssen die, die dadurch Probleme haben, sich schlicht selbst an die Verwaltung wenden und entsprechend Ross und Reiter benennen. Das hat dann nichts mit „Denunziantentum“ oder „Hilfssheriffs“ zu tun, sondern ist schlicht effizient und zweckmäßig.

Beim fließenden #Verkehr, insbesondere der Geschwindigkeitsüberwachung, sieht die Welt etwas differenzierter aus. Aber es ist meines Erachtens eine primär polizeiliche #Aufgabe und das Abwälzen auf die Kommunen ist nicht der richtige Weg. Die Verfahren machen teilweise richtig Arbeit, was mit den entsprechenden Portalen zur Abwendung von Bußgeldern nicht besser geworden ist. Diese Kapazitäten an Personal und Technik kann man kommunal deutlich besser nutzen.

Wenn bekannt ist, dass an bestimmten Stellen immer wieder gerast wird (z.B. in #Thulba, #Reith oder an der #Schule), dann muss man hier trotzdem auch Kontrollen durchführen. Dazu sollte man die zuständige Polizeiinspektion zunächst auf dem kurzen Dienstweg ansprechen und um Hilfe bitten. Mit wenigen Aktionen sind so deutliche Ergebnisse zu erzielen. Soweit man hier auf Granit stößt, gilt es übergeordnete Dienstbehörden anzusprechen. Die Einrichtung kommunaler Überwachung oder auch der Eintritt in Zweckverbände sollte letztes Mittel sein.

Notorische Raser lassen sich ohnehin nicht durch Kontrollen belehren. Da braucht es bauliche Maßnahmen, die eine entsprechende Geschwindigkeitsreduzierung erzwingen.

Ach ja: Von Schlimpfhof nach Poppenroth fahre ich selbst oft mit dem Fahrrad. Bis auf Bulldogs bin ich da selten jemandem begegnet. Ob das dann ein großes Problem ist, stelle ich mal in den Raum. Wenn ich dem Schreiber da aber mal auf dem Rad selbst begegne, lasse ich mich gern auf eine Diskussion ein. Aber dazu sollten wir uns dann ein Bier in Poppenroth genehmigen! 😉

Zum Weiterlesen:

Gesetzliche Grundlagen der kommunalen Verkehrsüberwachung in Bayern
Dissertation zur kommunalen Verkehrsüberwachung in Bayern (Alexander Legler 2008)

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