Ergebnisse 3. Sitzung des Marktgemeinderats

Gestern fand die dritte Sitzung des Gemeinderats statt. Dabei blieb der öffentliche Teil in zeitlich angenehmen Rahmen. Neben zwei Bauanträgen gab es folgendes zu sehen:

Gebietsverkehrswacht Hammelburg

Mit Beschluss aus der ersten Sitzung des Marktgemeinderats war man für einen Jahresbeitrag von 100,- € der Verkehrswacht Hammelburg beigetreten und Herr Karlheinz Franz erläuterte nun persönlich die Vorzüge des Vereins.

Die ehrenamtlichen Helfer haben sich die Verkehrserziehung und -aufklärung zur Aufgabe gemacht, vertreten daneben die Interessen aller Verkehrsteilnehmer und beraten Kommunen bei Bedarf. Besonders Kinder und Jugendliche sind dabei die Zielgruppe, jedoch geht die Verkehrswacht wegen des demographischen Wandels immer mehr auf die Bedürfnisse von Senioren ein.

Neben einem Schülerlotsenbild aus Oberthulba von 2009 gab es besondere Erwähnung für die beiden Wittershäuser Mädchen Annika und Tina Sell, die auf dem Fahrrad Podiumsplätze bei Turnieren erreicht hatten.

Anklang fand beim Bürgermeister neben den Senioren-Veranstaltungen für Pedelec, Rollator und „Fit im Auto“ insbesondere die zur Verfügung stehenden Geräte zur Geschwindigkeitserfassung. Hier gibt es neuerdings auch ein unauffälliges Gerät, wodurch die Verkehrsströme unverfälscht erfasst werden können.
Das passte zu einem anonymen Schreiben, das im Dezember bei der Gemeinde einging: Bei der Ortseinfahrt Thulba soll dauerhaft wesentlich zu schnell gefahren werden und die Einrichtung einer Beschränkung auf 30 km/h wurde gefordert. Hier soll es daher eine erste verdeckte Messung geben, um die Aussagen zu überprüfen.

Anmerkung:

Allem voran gebe ich Frank Sieg uneingeschränkt Recht: Kaum einer kennt die Verkehrswacht Hammelburg, obwohl sie derart wichtige Aufgaben übernimmt. Etwas mehr Werbung und PR würde dem Verein, der gerne mehr Mitglieder hätte, sicher nicht schaden. Ich habe meinen Mitgliedsantrag soeben hier ausgedruckt, denn 12,- € (bzw. 20,- € für die ganze Familie) tun nicht wirklich weh und die Arbeit insbesondere für Schulkinder ist wichtig! Leider finde ich meinen „Fahrradführerschein“ von damals in Hammelburg nicht mehr…

Und ich verstehe unseren Bürgermeister hinsichtlich des anonymen Schreibens. Hier ist es schwer zu reagieren und das, obwohl der Brief wirklich anständig verfasst war und es an dem Anliegen nichts zu meckern gibt. Hier sollte man sich wirklich namentlich an die Verwaltung wenden, dann gibt es überhaupt eine Chance auf Lösung des Problems. „Keiner wird im Rathaus gefressen“, sagte Gotthard Schlereth dazu wörtlich und der Meinung bin ich weiterhin, auch wenn mir da schon der eine oder andere widersprochen hat. Selbst die größten Leckerbissen unserer Marktgemeinde sollten keine Angst haben und sich mit ihren Anliegen ans Rathaus wenden können… 😉

Abbrucharbeiten im KiGa Thulba

Es soll nun mit den Arbeiten am Kindergarten in Thulba losgehen und dazu muss erst einmal vieles abgerissen werden. Konkret waren die Aufträge über Rückbau der Heizungs- und Lüftungsanlage, der elektrischen Einrichtung und die Abbrucharbeiten eines Großteils der Gebäude zu vergeben.

Bernd Wald zeigte dem Gemeinderat die Gebäudeteile auf und informierte über die ausgeschriebenen Arbeiten mit einem Gesamtvolumen von rund 78.000 €. Es kam dabei zu folgender Vergabe:

Der Start der Arbeiten ist für den 05.03.2018 geplant.

Anmerkung:

Es zeigt sich die aktuelle Spannung in der Baubranche. Die meisten Auftragsbücher sind derart gefüllt, dass man nicht einmal mehr ein Angebot abgibt. Zum Glück sind sogar zwei von drei Gewerken aus der Marktgemeinde und das Geld bleibt hier.

Energiebroschüre

Die Geschäftsleiterin Nicole Wehner stellte sichtlich begeistert die Broschüre zur Energetischen Sanierung für Privateigentümern von der Allianz Kissinger Bogen vor und forderte die Mitglieder des Gemeinderats auf diese aktiv den Bürgern zu empfehlen. Gelobt wurde der Inhalt und die gelungene Gestaltung.

(Anm: Meine Worte vom letzten Artikel, das Ding ist nicht schlecht!)

Lärmschutz Autobahn

Zuletzt gab es noch etwas zum Planfeststellungsverfahren bei der Thulbatalbrücke. Einige Bürger haben bereits im Rahmen des Verfahrens einen Antrag auf weitere Lärmschutzmaßnahmen gestellt. Die Verwaltung hat dies nun einheitlich formuliert und wer möchte, kann diesen Antrag noch bis 14.03.2018 im Rathaus mit unterzeichnen. Zwar genüge grundsätzlich der Antrag einmal, aber mehr Unterschriften sind natürlich gewichtiger.

Anmerkung:

Auch wenn man selbst nicht betroffen ist, schadet es nicht hier seine Unterschrift zu leisten. Wer Einfluss nehmen will, kann das grundsätzlich nur jetzt tun, also nichts versäumen. Ich bin zwar nicht betroffen vom Lärm (und zudem kann ich auch direkt neben einem LKW schlafen, seit wir Kinder haben), aber trotzdem will ich den Antrag unterstützen. Wenn man hier schon saniert, dann sollte man die Anwohner besser schützen.

 

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