Auswertung Umfrage Familienbedürfnisse – Teil 5: Fazit

In den ersten vier Teilen zur Umfrage zu den Bedürfnissen von Familien mit Kindern hatte ich die entsprechenden Altersgruppen einzeln ausgewertet und die interessanten Punkte aufbreitet. Hier die Links zu den entsprechenden Beiträgen:

Im heutigen Beitrag will ich noch ein paar allgemeine Zahlen vorstellen und die Wünsche aller Teilnehmer hinsichtlich ihrer Wünsche an Politik und Verwaltung aufzeigen.

Ausgewählte Zahlen

Die 99 Teilnehmern aus dem Markt Oberthulba sind im Durchschnitt 36,3 Jahre alt (jüngster 24, ältester 51) und haben 1,8 minderjährige Kinder.

Hinsichtlich der Frage, ob man durch gezielte Unterstützung die Familien zu mehr Kindern „animieren“ könnte, sind die Eltern im kritischen Mittelfeld von 2,77 (bei einer Skala 1 bis 5). Dem stimme ich auch voll zu. Der Einfluss der Lokalpolitik auf die Familienplanung ist nicht groß. Dennoch ist die Familienfreundlichkeit mittlerweile ein wichtiger Standortfaktor, den man nicht aus den Augen verlieren darf.

Über 56% wünschten sich im Übrigen einen garantierten Krippenplatz und für mehr als ein Drittel wäre eine zentrale Anlaufstelle für Familienleistungen (Beispiel Familienbüro Stadt Siegen) eine sinnvolle Institution. Darin kann man gut erkennen, das eine sichere und funktionierende Organisation für die Eltern ein hohes Gut ist.

Weiterhin gaben 33 Personen an, bereit zu sein sich (ggf. noch mehr) ehrenamtlich für die Kinder- und Jugendarbeit einzusetzen, wenn sie dabei unterstützt werden. Es schlummert einfach in vielen Bereichen ein bisher nicht ausgeschöpftes Potential in unseren Reihen.

Zufriedenheit

In den einzelnen Teilen hatte ich jeweils nur die aktuell betroffenen Personengruppe bei der Berechnung der Zufriedenheit einbezogen. Hier wird jetzt die Zufriedenheit aller Teilnehmer mit den einzelnen Situationen dargestellt:

Den Trend kann jeder ganz leicht erkennen: Je älter die Kinder werden, desto schlechter wird die Situation von den Eltern eingeschätzt. Da hätte ich ehrlich gesagt mit einem anderen Ergebnis gerechnet. Ich habe bei der Zufriedenheit mit der Krippensituation ein schlechteres Ergebnis erwartet, da es lange Wartezeiten gibt. Bei den Jugendlichen war mir nicht bewusst, dass die Eltern so unzufrieden sind.

Politische Vertretung

Zuletzt hatte ich die Teilnehmer gefragt, wie sie die folgenden Vorschläge auf einer Skala von 1 („sehr gut“) bis 5 („sehr schlecht“) bewerten:

  • Es sollte einen Ausschuss „Jugend & Familie“ im Marktgemeinderat geben, der sich dauerhaft mit der Situation beschäftigt.
  • Es sollte einen Beauftragten für „Jugend & Familie“ in der Marktgemeinde geben.
  • Neben den örtlichen Bürgerversammlungen wäre einmal jährlich eine gesonderte Bürgerversammlung zum Thema „Jugend & Familie“ wünschenswert.
  • Ich finde Umfragen wie diese sinnvoll, sie sollten dauerhaftes Mittel zum Erhalt und der Verbesserung der Kinderbetreuung sein.

Das führte zu folgendem Ergebnis:

Offensichtlich kamen alle Vorschläge recht gut an. Das lässt mich zum Schluss kommen, dass es im Grunde egal ist, wie man sich mit den Bedürfnissen der Familien befasst, Hauptsache man tut es überhaupt! Die hauchdünn favorisierte Variante ist ein Beauftragter für Jugend und Familie, der auch entsprechend erkennbar tätig ist.

Zwar vergehen noch einige Tage bis zur Kommunalwahl, aber bereits jetzt will ich eines versichern: Sofern ich Mitglied im Marktgemeinderat 2020 werde, setze ich mich intensiv für die Belange von Familien ein. Familien vor Ort zu unterstützen und für entsprechenden Zuzug zu sorgen ist mir ein Anliegen.

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