Auch den 34 Teilnehmern im zweiten Teil der Umfrage danke ich zunächst und verweise einfach für die Aussagekraft der Zahlen auf die Auswertung der Ergebnisse zum Internetausbau. Auch diesmal haben sich alle Ortsteile beteiligt und die erhobenen Zahlen haben eine gewisse Aussagekraft, da sie sich in vielen Punkten recht nahe sind und es keine Ausreißer in der Erhebung gibt.

Wie ist das Diagramm zu lesen?

Auch diesmal war die Umfrage mit einer Bewertungsskala von 1  bis 5 aufgebaut, wobei jeweils 1 den besten und 5 den schlechtesten Wert darstellen. Je kürzer also im Diagramm ein Balken ist, desto besser ist der Wert.

Ich war so frei und habe die alten Netznamen genutzt, um das Diagramm nicht mit Schrift zu überladen. Dabei gilt folgende Zuordnung:

  • D1 = D-Netz Telekom (z.B. T-Mobile, congstar, ja!mobil)
  • D2 = D-Netz Vodafone (z.B. Vodafone, Lidl Connect, EDEKA mobil, otello)
  • O2 = E-Netz o2 (z.B. o2, BASE, Fonic, Blau, Kaufland, Tchibo)

Bewertung der Ergebnisse

Die erste Auffälligkeit ist das schlechte Abscheiden des E-Netzes. Das liegt aber nicht an einem lokalen Problem, sondern die Netzabdeckung allgemein wird hier bereits als schlecht bewertet. Mit nur 17,65% Nutzeranteil (laut den Umfrageteilnehmern) ist hier aber auch nur der kleinste Teil der Mobilfunkkunden in der Marktgemeinde.

Der Rest der Kunden teilt sich in D1 (55,88%) und D2 (26,47%) auf und schenkt sich zumindest im Markt Oberthulba von der Netzabdeckung fast nichts. Beide befinden sich in einem mittleren Bereich. Ein deutlicher Unterschied ergibt sich aber bei der Datenverbindung: Hier bewerten die Teilnehmer das D2-Netz besser.
Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich verwende beide D-Netze dauerhaft und baue über beide Datenverbindungen auf. Dabei habe ich im direkten Vergleich meistens wesentlich schnellere Verbindungsgeschwindigkeiten über D2. Der Mobilfunkempfang macht hingegen wie auch die Umfrage zeigt kaum einen Unterschied.

Es bleibt festzustellen, dass die Bürger des Marktes Oberthulba mit einem Wert um die 3 von 5 das Mobilfunknetz eher schlecht als recht im Ganzen bewerten. Hier herrscht also Handlungsbedarf. Der einzige abgegebene Kommentar dazu, der allerdings für das E-Netz abgegeben wurde lautet wie folgt:

Keine Ablehnung von angeforderten Stellflächen für Sendemasten seitens der Gemeinde, denn in einem guten Ausbau liegt die Zukunft und wir sollten in unserer Region mit an der Spitze stehen.

Diese Aussage trifft in weiten Teilen den Kern der Sache, der für die Zukunft der Marktgemeinde gelten muss. Wir dürfen uns bei der Digitalisierung nicht selbst im Weg stehen, sondern müssen für einen der ersten Plätze kämpfen. Digitalisierung ist ein Standortfaktor!
Ob nun immer eine geforderte Stellfläche neu vergeben werden muss oder sich die Anbieter hier nicht zusammenschließen müssen, wie in der 17. Sitzung des Gemeinderats festgestellt wurde, ist eine andere Frage. Wichtig ist auch hier eine aktive Politik und Verwaltung. Ein einfaches Abwarten bis die Anbieter an die Gemeinde herantreten ist nicht genug, um zu den Gewinnern im ländlichen Raum zu gehören. Dafür kann man erfolgreich kämpfen, wie etwa die Gemeinde Schonungen beweist.

Zukunft

Aus der Umfrage geht auch hervor, dass sich 76,47% die Möglichkeit der nächsten Mobilfunk-Generation 5G (NGMN) wünschen und diese auch nutzen wollen. Hier ergeben sich sicherlich auch Synergieeffekte zu den mangelhaften Hausanschlüssen, wenn etwa die Internetanbindung über den LTE-Nachfolger möglich wird.

Gerne würde ich schreiben „die Gemeinde muss hier dran bleiben“, richtig wäre aber „die Gemeinde muss hier beginnen sich aktiv einzubringen“…

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