Als aller erstes möchte ich mich bei allen Teilnehmern für Ihre investierte Zeit bedanken und freue mich, dass es zu einem auswertbaren Ergebnis gekommen ist. Das stelle ich auch gleich als erstes vor, um danach ausführlicher darauf eingehen zu können:

Diagramm

Kommentare aus der Umfrage

Wie ist das Diagramm zu lesen?

Die Umfrage zu diesem Teil war mit einer Bewertungsskala von 1  bis 5 aufgebaut, wobei jeweils 1 den besten und 5 den schlechtesten Wert darstellen. Je kürzer also im Diagramm ein Balken ist, desto besser ist der Wert.

Wie aussagekräftig sind die Zahlen?

Es gab insgesamt 46 Teilnehmer aus allen Ortsteilen. Diese Teilen sich wie folgt auf:

Ortsteil Teilnehmer Teilnehmer in % Einwohner in % Abweichung
Frankenbrunn 5 10,87% 8,96% 1,90%
Hassenbach 3 6,52% 9,90% -3,37%
Hetzlos 3 6,52% 5,82% 0,70%
Oberthulba 15 32,61% 31,66% 0,94%
Reith 5 10,87% 6,51% 4,36%
Schlimpfhof 3 6,52% 6,43% 0,09%
Thulba 4 8,70% 21,00% -12,30%
Wittershausen 8 17,39% 9,72% 7,67%

Ich habe mir die Mühe gemacht und die Teilnehmer mit den Bevölkerungszahlen der jeweiligen Ortsteile (Quelle: oberthulba.de, Stand 31.12.2016) verglichen. Mit Ausnahme der beiden großen Ausreißer Thulba (zu wenige Teilnehmer) und Wittershausen (mehr Teilnehmer) ist das Ergebnis also nicht weit von der Einwohnerverteilung in der Marktgemeinde entfernt.

Reichen nun 46 Haushalte für ein aussagekräftiges Ergebnis?
Ich führe einmal folgenden Vergleich an: Zur viel beachteten Sonntagsfrage werden je nach Institut maximal 3.000 Teilnehmer befragt (Quelle: Handelsblatt). Das entspricht also bei ca. 62,5 Mio. Wahlberechtigten (Quelle: T-Online) einem Anteil von 0,0049%. Bei 2.048 Haushalten (Quelle: Statistik kommunal 2015) im Markt Oberthulba entspricht die Teilnahme einer Quote von 2,2461%. Aus diesem Blickwinkel ist die Teilnahme völlig zufriedenstellend. Dennoch darf man natürlich die Ergebnisse nicht überbewerten.

Bewertung der Ergebnisse

Aus meiner Sicht ist das Erreichen der gezahlten Geschwindigkeit eines der wichtigsten Punkte, weil ich es eigentlich für selbstverständlich halte, eine störungsfreie Leitung zur Verfügung zu haben. Die Ergebnisse hieraus befinden sich alle im Mittelfeld, wobei die Telekom hier eine Note schlechter abschneidet, ebenso wie bei der Störungsfreiheit. Das liegt wahrscheinlich an der verwendeten Technologie, denn diese ist hier häufig eine Funklösung (LTE), die neben wetterbedingten Schwankungen auch mit der Nutzung der jeweiligen Funkzelle zu kämpfen hat.

Die beste Bewertung hat Hab-Net erfahren, hier gab es über alle Bandbreiten hinweg sehr positive Noten. Selbst beim Preis sind die Kunden hier offensichtlich zufriedener, was natürlich auch daran liegen könnte, dass die verkauften Leistungen häufiger auch tatsächlich erbracht werden. In den Kommentaren wurde bemängelt, dass die „ISDN-Option“ 5,- € Aufpreis monatlich kostet. Das sehe ich auch so und halte das für unverhältnismäßig, da es bei der genutzten Technologie (VoIP) wohl keinen nennenswerten Mehraufwand macht. Eine einmalige Pauschale für die Einrichtung täte es allemal.

Trotzdem will ich eine Lanze für die Stadtwerke Hammelburg brechen. Ich war bei Einführung des Netzes mehr als skeptisch, schließlich standen zu Beginn genügend Experimente im Raum (Funk-Zwischenlösungen, Nutzung irgendwelcher alter Steuerkabel, etc.). Daher habe ich lange Zeit ebenfalls die Funklösung der Telekom bevorzugt und bin damit auch gut zurecht gekommen. Die meiste Zeit lief das sauber. Einen gehörigen Nachteil hat LTE allerdings mit der Volumenbegrenzung: Hat man sein Vertragsvolumen „versurft“, wird es sehr langsam. In Zeiten von YouTube und ähnlichem passierte das immer häufiger.

Vor über einem Jahr habe ich mich dann doch zum Wechsel zu Hab-Net durchringen können. Das klappte auch recht problemlos und lief von Anfang an flott. Zu Beginn war eine Geschwindigkeit von 20 MBit/s verfügbar, was mir bereits bei Buchung des Produkts „VDSL 30“ mitgeteilt wurde. Irgendein Teilstück war noch nicht fertig ausgebaut und daher kam es die erste Zeit noch zu Schwankungen und bei Gewitter auch schon zu längeren Ausfällen. Seit einiger Zeit jedoch gibt es diese Probleme (sie waren sowieso selten) nicht mehr. Ich verfüge (wie im Screenshot zu sehen) ziemlich durchgängig über eine stabile 30-Mbit/s-Leitung und habe nahezu keine Ausfälle.

Zukunft

Leider interessieren sich die großen Netzbetreiber nicht wirklich für die ländliche Region, weil der Aufwand natürlich hoch ist. Beachten muss man aber, dass die Förderprogramme diese Defizite ausgleichen und es gibt genügend Beispiele, dass der Netzausbau auch etwa durch die Telekom erfolgen kann. Was gerade die Funktechnik (mit 5G) noch bringen wird, kann nur schwer abgeschätzt werden. Sie wird sich auf jeden Fall zu einer beachtlichen Größe für den ländlichen Raum entwickeln (wenn sie das nicht schon ist) und Kleinbetreibern wie den Stadtwerken das Leben schwer machen. Und das ist auch gut so, denn nur Konkurrenz belebt das Geschäft!

Die Marktgemeinde muss darauf achten, dass hier der Anschluss nicht verloren wird und ständig hinter dem Thema her sein.

Für weitere Daten oder Informationen aus der Umfrage stehe ich gerne persönlich zur Verfügung.

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2 Comments

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